Neue Ausstellung 

PS-Speicher zeigt: Elektro-Fahrzeuge gibt es schon seit 130 Jahren

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„Unter Strom“: Ein „Pierre Faure“ von 1941 trifft einen Tesla Modell S mit (v.l.) Karl-Heinz Rehkopf, Gabriele Rehkopf-Adt, Holger Eilers, Prof. Gerd Litfin, Matthias Kaluza, Sascha Fillies und Lothar Meyer-Mertel.

Einbeck. 33 Exponate aus 130 Jahren Elektromobilität zeigt die neue Sonderausstellung im PS-Speicher Einbeck mit außergewöhnlichen Fahrzeugen.

„Unter Strom“ erzählt ab sofort bis Jahresende in der PS-Halle, dass nicht erst heute das Thema Elektromotor am Start ist. Denn die Geburtsstunde des ältesten ausgestellten Elektrofahrzeugs liegt bereits im Jahr 1888, auch wenn der gezeigte „Flocken Elektrowagen“ aus Coburg, ein viersitziger Kutschwagen mit hohen Rädern, ein Nachbau ist.

Die Kraft wird bei ihm per Lederriemen vom Elektromotor auf die Hinterachse übertragen. „Nach allem, was wir wissen, unternehmen wir als erstes Ausstellungshaus den Versuch, die gesamte Entwicklungsgeschichte stromgetriebener Fahrzeuge darzustellen“, sagt PS-Speicher-Geschäftsführer Lothar Meyer-Mertel.

Kein ökologisch erhobener Zeigefinger 

Die Sonderausstellung zeigt „nicht nur altes Blech“, wie Ausstellungsmacher Sascha Fillies sagt, sondern auch moderne Autos „unter Strom“. „Wir nähern uns dem Thema aber nicht mit dem ökologisch erhobenen Zeigefinger“, macht Fillies deutlich. Die aktuellen Modelle von hiesigen Autohäusern werden während der Ausstellung mehrmals ausgetauscht. Ziel der Schau sei deutlich zu machen, dass der Elektro- und der Verbrennungsmotor eine fast gleich lange Geschichte haben.

„Wir stellen den Besuchern die Fülle an Visionen und Ideen vor“, sagt Meyer-Mertel. „Eine Bewertung ist nicht unser Ziel.“ Zu den Hinguckern, die vor allem auch auf der Galerie der PS-Halle zu sehen sind, gehört nicht nur die Flocken-Kutsche mit 100 Kilo leichtem Blei-Akku. Zu sehen ist auch ein Detroit Electric von 1915, mit dem Stifter Karl-Heinz Rehkopf vergangenes Jahr noch die Rallye bis nach Hildesheim gefahren ist.

Berlin hatte den Beinamen "Elektropolis"

„Unter Strom“ zeigt anhand der Ausstellungsmodelle, dass bereits in früheren Zeiten der Elektroantrieb für den Stadtbetrieb genutzt wurde. Berlin beispielsweise hatte in der zweiten Hälfte der Zwanziger den Beinamen „Elektropolis“.

Die ausgestellten Fahrzeuge zeigen, wie sich die Elektromobilität von den ersten Versuchen über durchaus alltagstaugliche Varianten bis zu heutigen Serienfahrzeugen entwickelt hat.

Elektromobilität in Vergangenheit und Gegenwart

Mit einem Streetscooter „Work“ und aktuellen Elektrofahrzeugen schlägt der PS-Speicher in seiner neuen Sonderschau die Brücke zur Gegenwart. Auch technische Themen wie die Batterietechnologie im Wandel der Zeiten und künftige Mobilitätsvisionen wie beispielsweise von Elon Musk dokumentiert die Ausstellung „Unter Strom“ unterhaltsam.

Sozusagen als visionäres Abschlussexponat der Sonderausstellung finden die Besucher in der PS-Halle den Formula-Student-Rennwagen „Blue Flash“ der HAWK Göttingen aus dem Jahr 2017. Das weiter entwickelte Fahrzeug, Modelljahr 2018, feiert am 17. Mai um 18.30 Uhr in der Ausstellung seine öffentliche Premiere. 

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