Zugverkehr eingestellt

Spielzeug-Maschinenpistole: Bahnhof Kreiensen evakuiert und abgeriegelt

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Kreiensen. Einsatz der Polizei am Kreienser Bahnhof: Am Donnerstagabend meldete ein Taxifahrer der Polizei, dass ein Mann in der Wartehalle mit einer Maschinenpistole hantiert.

Die Beamten rückten mit einem Großaufgebot an, der Bereich wurde weiträumig abgeriegelt.

Wie die Polizei mitteilt, machten sich Beamte aus Bad Gandersheim und umliegenden Polizeikommissariaten, die Autobahnpolizei und die Bundespolizei aus Göttingen auf den Weg und riegelten den Bahnhof komplett ab. Innerhalb kürzester Zeit waren so bereits 14 Beamte vor Ort. Der Zugverkehr auf der Nord-Süd-Strecke wurde für eine Stunde ebenfalls voll gesperrt und sämtliche unbeteiligte Personen in Sicherheit gebracht.

Die eintreffenden Beamten rüsteten sich mit Maschinenpistolen und Schutzwesten aus und sicherten den Bahnhof, heißt es weiter. Dabei konnte bei einem 19-jährigen Mann aus Kreiensen eine erlaubnisfreie Softair-Waffe sichergestellt werden, die täuschend echt wie ein Sturmgewehr der Bundeswehr aussah.

Die Polizei hat gegen den Mann ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet. Dieses verbietet das Führen sogenannter Anscheinswaffen in der Öffentlichkeit. Dabei handele es sich laut Polizei um Nachbildungen, die rein optisch nicht von scharfen oder Kriegswaffen zu unterscheiden sind.

Zudem wird geprüft, ob der Kreienser für die Kosten des Polizeieinsatzes in Regress genommen werden kann, heißt es auf HNA-Anfrage. Die Deutsche Bahn wolle zudem prüfen, ob Forderungen gegen den Mann für den finanziellen Schaden in Folge der Störung des Bahnverkehrs durchgesetzt werden können.

Die Polizei weist eindringlich darauf hin, dass das Führen täuschend echt aussehender Spielzeugwaffen in der Öffentlichkeit nicht erlaubt sind und in jedem Fall Polizeieinsätze auslösen. Dieses löse nicht unerhebliche Gefahren für den Verursacher und Unbeteiligte aus - abgesehen von den finanziellen Folgen des Polizeieinsatzes. 

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