Statkraft investiert ins Einbecker Pumpspeicherkraftwerk

Informierten die Gäste über die Pläne von Statkraft: Sicherheitschef Holger Bartelt (von links), Bauleiter Götz Heller und Projektleiterin Julia Tang. Foto: Bertram

Erzhausen. Der Energieversorger Statkraft erweitert die Leistung seines Pumpspeicherkraftwerks im Einbecker Ortsteil Erzhausen und investiert dafür rund 3,5 Millionen Euro.

Im Januar starten die Bauarbeiten, mit denen das Betriebsvolumen des Ober- und Unterbeckens um jeweils rund zehn Prozent erhöht wird. Mehr als 30 Anlieger, vor allem aus Erzhausen, Greene und Naensen, interessierten sich für einen Infoabend, bei dem das Unternehmen seine Pläne vorstellte.

Wie Projektleiterin Julia Tang und Bauleiter Götz Heller erläuterten, werden die Bauarbeiten etwa drei Monate dauern. Wetterbedingte Pausen könnten in den Wintermonaten jedoch nicht ausgeschlossen werden. Im Juni soll ein Probestau stattfinden, im August soll die Maßnahme abgeschlossen sein. Lediglich beim Probestau muss die Stromerzeugung eingestellt werden, während der Bauphase kann das Pumpspeicherkraftwerk weiterhin Energie produzieren.

Um die speicherbare Energiemenge zu vergrößern, werden am Oberbecken etwa 60 Zentimeter hohe Wellenumlenker auf die Oberkante des Dammes gesetzt. Hierzu werden in einem erschütterungsarmen Drehbohrverfahren insgesamt 535 Löcher für die Fundamente in den Dammkörper gebohrt, in zwei Metern Tiefe Fundamente eingesetzt und betoniert. Am Unterbecken wird die Kapazitätserhöhung dadurch erreicht, dass die bestehende Steinschüttung der Böschung um etwa 64 Zentimeter bis zur vorhandenen Dammkrone erhöht wird.

Während der Bauzeit werde es tagsüber zu einem leicht erhöhten Lkw-Aufkommen in Erzhausen, Greene, Naensen und Umgebung kommen, informierte Statkraft. Die Baulogistik werde so gut es gehe optimiert, es könnten aber bis zu 30 Lkw pro Tag sein, sagten Julia Tang und Götz Heller. Dabei werden das Transportaufkommen auf den Straßen in Greene und Erzhausen rund um das Unterbecken wegen der Anlieferung der Steine höher sein als am Oberbecken bei Naensen.

Ursprünglich wollte Statkraft rund 70 Millionen Euro investieren und für das Pumpspeicherkraftwerk ein neues Krafthaus mit zwei zusätzlichen Turbinen bauen. Aus wirtschaftlichen Gründen hatte sich das Unternehmen im vergangenen Jahr dagegen entschieden.

Von Frank Bertram

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