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Teilabriss ist eine Option

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Von: Frank Bertram

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Die seit anderthalb Jahren gesperrte Friedenskirche in Kreiensen.
Die seit anderthalb Jahren gesperrte Friedenskirche in Kreiensen. © Frank Bertram

Kirche seit anderthalb Jahren wegen Einsturzgefahr gesperrt

Kreiensen – Die Friedenskirche in Kreiensen ist auch gut eineinhalb Jahre nach dem Beginn der Absperrung durch einen Bauzaun versperrt. Gottesdienste müssen andernorts im Gemeindehaus oder in anderen Kirchen des Pfarrverbandes stattfinden. Wann und wie sich diese Situation ändert, ist aktuell weiterhin offen, sagte der Sprecher der zuständigen Landeskirche Braunschweig, Michael Strauß, der HNA auf Anfrage.

„Inwieweit eine Sanierung des Gebäudes möglich ist, wird nach wie vor geprüft“, erklärte Strauß. Damit betraut seien ein Architekturbüro, die Kirchengemeinde und die Experten der Landeskirche. „Eventuell wird ein Teilrückbau vorgenommen, damit die Kirchengemeinde zumindest Teile des Gebäudes weiter nutzen kann“, deutete Strauß an. „Eine Gesamtsanierung überschreitet voraussichtlich die finanziellen Möglichkeiten der Kirchengemeinde.“

Vor einem Jahr war im Gemeindebrief von Kosten in Höhe von rund einer Million Euro die Rede. Ohne Fördermittel sei diese Summe nicht zu stemmen, hieß es damals.

Die Kirche werde gesperrt bleiben müssen, weil nach wie vor Einsturzgefahr bestehe, sagte der Sprecher der Landeskirche. Dass es zu den gravierenden Schäden gekommen ist, habe mit der Entstehung der Kirche 1935 zu tun. „Damals wurde zu wenig Stahl im Beton verbaut“, erläuterte Strauß. „Da der Baugrund inhomogen ist, sorgt Feuchtigkeit für Bewegungen im Untergrund, die das Gebäude aufgrund des mangelnden Stahls nicht ausreichend auffangen kann.“

Risse in den tragenden Säulen hatten eine Größe von nahezu einem Zentimeter erreicht. Die fast 90 Jahre alte Kirche in der Ortsmitte von Kreiensen fasst etwa 400 Menschen. Seit 1988 bereits trägt sie den Namen Friedenskirche. (Frank Bertram)

Gemeinde berät über Teilabriss

Die Kreienser Kirchengemeinde will in einer Sitzung am Mittwoch, 11. Januar, im Gemeindesaal darüber beraten, wie sie sich zur Zukunft ihres Gotteshauses stellen will. „Da wird eine Vorentscheidung fallen“, sagte der Kirchenvorstandsvorsitzende, Hans-Dieter Winter. Die zentrale Frage der Sitzung werde sein, welchen Teil der Kirche die Gemeinde bereit sei, aufzugeben, damit die Sanierung finanzierbar sei. (ows)

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