Als Bewerbung getarnte E-Mail mit Schadsoftware

Trojaner installiert: Einbecker Firma wird Opfer von Cyberkriminellen

Einbeck. Cyberkriminelle haben eine Firma in Einbeck attackiert: Dem Unternehmen ist dabei ein Schaden von über 10.000 Euro entstanden.

Wie die Northeimer Polizei mitteilte, hatten Unbekannte eine als Bewerbung getarnte E-Mail mit einer Schadsoftware an die Firma geschickt. Die E-Mail hatte ein Worddokument als Dateianhang, so Polizeisprecher Uwe Falkenhain.

Nach dem Öffnen des Dokuments hatte sich im Hintergrund eine Schadsoftware geöffnet. Mitarbeiter hatten den Vorfall rechtzeitig bemerkt, so dass alle Firmenrechner sofort für mehrere Stunden ausgeschaltet und vom Netz genommen werden konnten. Mit Hilfe einer sofort hinzugezogenen IT-Firma konnte auch größerer Schaden verhindert werden, so Falkenhain, dennoch entstanden der Firma Kosten von mehr als 10.000 Euro.

In anderen Fällen hatten die Täter laut Polizei mehr Erfolg: In Firmen außerhalb des Landkreises gelang es mit den eingeschleusten Trojanern, die Namen haben wie „Petya“ und „Cerber“, Firmencomputer komplett lahm zu legen. Erst nach Zahlung eines Lösegeldes in Form von anonymen Bitcoins sollten die verschlüsselten Firmendaten wieder frei geschaltet werden.

Polizeisprecher Falkenhain rät in solchen Fällen von einer Zahlung des Lösegeldes dringend ab: „Die im Ausland ansässigen Cyberkriminellen helfen den betroffenen Firmen mit oder ohne Lösegeldzahlung generell nicht.“

Da es keinen vollständigen Schutz vor den sich stetig verändernden Trojanern in den unterschiedlichsten E-Mails gibt, rät die Polizei dringend dazu, Anhänge in E-Mails mit unbekanntem Absender niemals sorglos zu öffnen. Im Zweifelsfall wird empfohlen, vor dem Öffnen telefonisch Kontakt mit dem Absender aufzunehmen.

Weitere Informationen zur Sicherheit im Internet gibt es beim Präventionsberater der Polizeiinspektion Northeim-Osterode, Dirk Schubert, unter Tel. 05551 / 7005 0. 

Rubriklistenbild: © dpa

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