WM-Sieger Toni Mang übergibt Motorrad an Einbecker PS-Speicher

Freude im PS-Speicher über das Weltmeister-Motorrad: Hier sind Alexander Kloss (Pressesprecher PS-Speicher, von links), Karl-Heinz Rehkopf (Stifter des PS-Speichers), Andy Schwietzer (Kurator des PS-Speichers), der fünffache Weltmeister Toni Mang, Andreas Seiler (Pressesprecher Kawasaki) und Dr. Andreas J. Büchting (Vorsitzender der Förderfreunde) zu sehen. Foto: Niesen

Einbeck. Der fünffache Motorrad-Weltmeister Toni Mang (66) hat sein Siegerfahrzeug, mit dem er vier der fünf Titel gewann, dem PS-Speicher in Einbeck als Dauerleihgabe übergeben.

Bei der Maschine handelt es sich um eine Kawasaki KR 250. Die Kawa wurde von 1976 an in wenigen Exemplaren von Hand gebaut, ebenso ihr hubraumstärkeres Schwesterfahrzeug KR 350. Die Zweiräder dominierten Ende der 1970er-/1980er-Jahre die beiden Hubraumklassen. Der heute am bayrischen Ammersee lebende Mang schaffte 1981 sogar das Double: In beiden Klassen holte er WM-Gold.

Die KR 250 wird in der Sonderausstellung des PS-Speichers „Tempo, Helden, Leidenschaft - Abenteuer Rennsport“ gezeigt. Das Schwestermodell wird heute im Deutschen Museum München ausgestellt.

Auch heute noch frönt Toni Mang seiner Leidenschaft. „Ich fahre aber nur auf Rennstrecken, privat habe ich kein Motorrad“, sagte er am Rande der KR-250-Präsentation in Einbeck. Die Maschine hat er in bester Erinnerung. „Exzellent“, nennt er sie. Er betrachte es als Ehre, dass sie nun im PS-Speicher präsentiert werden könne.

Der Vorsitzende der Förderfreunde des PS-Speichers, Dr. Andreas J. Büchting, überreichte dem fünffachen Weltmeister eine Urkunde, mit er zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt wurde. Karl-Heinz Rehkopf, der Motor des PS-Speichers, sagte bei der Präsentation, er sei sprachlos, neben einem Weltmeister zu stehen und ein echtes Weltmeisterfahrzeug für die Sonderausstellung entgegennehmen zu dürfen.

Das Besondere an der Maschine sind ihre zwei hintereinander platzierten Zylinder und zwei gegenläufige Kurbelwellen. Sie machten die Kawa schmaler und 14 Prozent windschlüpfriger als die damals konkurrierenden Yamahas. Mit ihren 67 PS erreichte die Maschine eine Spitzengeschwindigkeit von 240 Stundenkilometer. Die 350er fuhr sogar noch 15 Stundenkilometer schneller. (zhp)

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