Einbecker Brauhaus setzt aufs Bockbier

Wachwechsel: Walter Schmidt (links) und sein Nachfolger Martin Deutsch. Foto:  Weiss

Einbeck. Martin Deutsch übernimmt am Donnerstag im Vorstand der Einbecker Brauhaus AG den Bereich Vertrieb und Marketing. Er ist damit Nachfolger von Walter Schmidt, der nach vier Jahren im Vorstand in den Ruhestand geht.

Der 50-jährige Deutsch, der aus Bayern stammt, sieht gerade im Bockbierbereich die Möglichkeit, die bundesweite Vermarktung noch zu intensivieren. Angesichts der 700-jährigen Brautradition und der Bockbier-Kompetenz des Einbecker Brauhauses könne das Marketing noch ausgebaut werden.

Der Preiswettbewerb sei in Norddeutschland stärker als in seiner bayrischen Heimat, nannte er einen Unterschied, der ihm aufgefallen sei. Außerdem fehle ihm die Außengastronomie wie Biergärten.

Deutsch ist Braumeister und Betriebswirt. Er war Verkaufsleiter bei Apollinaris & Schweppes, dann bei der Paulaner Brauerei und zuletzt Geschäftsführer für Vertrieb und Marketing bei der Brauerei Schneider Weisse.

Vorstandssprecher Lothar Gauß dankte Deutschs Vorgänger Schmidt für die erfolgreiche vierjährige Zusammenarbeit im Vorstand: „Wir haben eine gute gemeinsame Zeit hinter uns.“

Gauß und Schmidt hatten von 1989 bis 1993 bereits im Brauhaus in leitenden Positionen unterhalb des Vorstands zusammengearbeitet. Dann wechselte Schmidt als Geschäftsführer zur Hasseröder Brauerei nach Wernigerode. Nach 13 Jahren ging er als Geschäftsführer zur Dithmarscher Privatbrauerei, ehe er nach Einbeck zurückkehrte, als „hier die Luft gebrannt hat“, wie Schmidt sagte. Gemeinsam sei es ihnen gelungen, das Brauhaus aus der Schieflage zu holen. In diesem Jahr wurde erstmals seit 2008 wieder eine Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet.

Auf ein Abschiedsfest hat der 64-jährige gebürtige Einbecker bewusst verzichtet. Stattdessen spendet das Unternehmen 3000 Euro an das Bürgerspittal der Bierstadt. Das Geld ist für den Kauf eines Krankenbetts bestimmt. (ows)

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