Einbecker Klinik raus aus der Verlustzone

Einbeck. Das Einbecker Krankenhaus arbeitet wieder kostendeckend. Wie der geschäftsführende Gesellschafter Bastian Telker, Gesellschaft für Hospital Management (Gehoma) aus Ratingen, im Gespräch mit der HNA sagte, habe das Haus seit Mitte vergangenen Jahres die schwarze Null erreicht.

2011 will die Gehoma, die die Klinik im Mai 2009 für einen Euro von der Stadt gekauft hat, einen Jahresabschluss der Klinik ohne neue Schulden vorlegen. Die Gesamtbilanz 2010 war noch leicht negativ.

Betrug die Bettenauslastung des 116-Betten-Hauses bei der der Übernahme nur 65 Prozent, lag sie im vergangenen Jahr bei 94 Prozent. „Wir sind voll“, betont Sonja G. Drumm, ebenfalls geschäftsführende Gesellschafterin der Gehoma.

Im vergangenen Herbst hat die Gehoma deshalb noch die Klinik Charlotten-Stift in Stadtoldendorf vom Landkreis Holzminden übernommen: „Wir wussten nicht mehr wohin mit den Patienten.“

Diese Klinik mit 92 Betten passte nach Drumms Worten gut zu einem der neuen Schwerpunkte, der in Einbeck geschaffen wurde: die Palliativ- und Schmerztherapie. Denn in Stadtoldendorf war die Schmerztherapie bereits vorher ein Schwerpunkt - unter anderem mit Tradititioneller Chinesischer Medizin (TCM). „Das ist wie für uns geschaffen“, sagt Drumm, denn auch in Einbeck werden Schmerzen nicht nur mit der klassischen Schulmedizin behandelt.

Ein weiterer Schwerpunkt in Einbeck ist die Onkologie (Krebs-Behandlung), die Tumor-Chirurgie sowie die Viszeral-Chirurgie (Operationen im Bauchraum). „In der Erstversorgung wird alles behandelt“, betont Drumm außerdem.

In beiden Häusern beschäftigt die Gehoma einschließlich einer Sozialstation in Stadtoldendorf und einer Kurzzeitpflege mit 20 Betten in Einbeck 520 Menschen. Ein Wachstum durch die Übernahme weiterer Kliniken wollen Telker und Drumm nicht ausschließen. (ows)

Mehr zum Thema in der Montagausgabe der Northeimer und der Sollinger HNA.

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