Einbrecher schlagen im Kreis Northeim vermehrt tagsüber zu

Northeim. Sie haben es auf Geld und Schmuck abgesehen: Diebesbanden aus Osteuropa haben sich auf Tageswohnungseinbrüche spezialisiert.

Die Tendenz ist bundesweit steigend, auch der Polizei im Landkreis Northeim bereiten die gut organisierten Kriminellen Kopfzerbrechen.

Bis Ende Oktober dieses Jahres registrierte die Polizeiinspektion Northeim-Osterode 204 Einbrüche (2015: 214), die die Täter tagsüber verübten, davon 103 im Landkreis Northeim. Wie schon bei den Fahrzeugdiebstählen (HNA berichtete) sind neben dem Stadtgebiet vor allem autobahnnahe Städte und Gemeinden wie Nörten-Hardenberg und Moringen betroffen, berichtet die Polizei. Auffallend ist für die Northeimer Beamten, dass im Oktober dieses Jahres erst neun Taten verübt wurden – voriges Jahr im Oktober waren es 30 Tageswohnungseinbrüche. Kriminalhauptkommissar Michael Freiberger, Leiter des Fachkommissariats für Raub, Eigentumsdelikte und Drogen, kann sich die derzeitige Zurückhaltung der Diebesbanden nicht erklären: „Wir wissen aber, dass sich das schon morgen ändern kann.“

Am häufigsten eingebrochen wird laut Statistik dienstags. Auch dieses Phänomen kann Freiberger nicht einordnen: „Vielleicht nutzen die Täter den Montag als Anreisetag aus ihren Heimatländern.“

Natürlich sei den Ermittlern klar, dass nicht nur Osteuropäer Einbrüche verüben, sondern auch Bewohner des Landkreises. „Doch die machen uns kein Kopfzerbrechen. Sie klauen mal ein Notebook oder eine Kamera, um sie dann weiterzuverkaufen. Die Osteuropäer dagegen suchen gezielt nach Geld und Wertgegenständen.“

Ganz selten wird laut Freiberger übrigens in Mehrfamilienhäuser eingebrochen, bevorzugt in freistehende Einfamilienhäuser. „Die Täter nehmen sogar in Kauf, dass jemand Zuhause ist.“

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