Einbruchserie im Kreis hält Polizei in Atem: Zwölf Fälle am Wochenende

Northeim. Mit der dunklen Jahreszeit steigt regelmäßig die Zahl der Wohnungseinbrüche. Doch was sich in den vergangenen Tagen im Landkreis Northeim abgespielt hat, überrascht selbst langjährig erfahrene Polizisten.

„Es ist schon außergewöhnlich, dass an einem Wochenende zwölf Fälle gemeldet werden“, bestätigt Uwe Falkenhain, Sprecher der Polizeiinspektion Northeim/Osterode. „So viele Einbrüche verzeichnen wir sonst in einem Monat.“

Ein Fall in Nörten-Hardenberg, einer in Bad Gandersheim, zwei in der Gemeinde Kalefeld, zwei in Einbeck und sechs Fälle in Northeim hielten die Polizei in Atem. Mit großer Wahrscheinlichkeit wurden alle in der Dunkelheit begangen, während sich die Bewohner nicht im Haus befanden. Nur in einem Fall ertappte die Eigentümerin eines Hauses einen Einbrecher auf frischer Tat, der dann flüchten konnte.

Ob die Einbrüche von Einzeltätern oder einer Bande begangen wurden, lässt sich laut Polizei nur schwer feststellen. „Dort, wo es zeitliche und örtliche Gemeinsamkeiten gibt, liegt die Vermutung nahe, dass es derselbe Täter war“, sagt Falkenhain. Das betrifft zum Beispiel die drei Einbrüche am Northeimer Sultmer, die in der Nacht zu Samstag begangen wurden.

Gegen einen Täter aus dem Ort spricht laut Falkenhain die Nähe vieler Tatorte zur Autobahn. „Die Autobahn ist ein guter Fluchtweg“, erklärt er. So könnten die Täter nach dem Einbruch schnell abtauchen.

Da es in der Regel keine Zeugenhinweise gibt, konzentriert sich die Polizei auf die Sicherung der Spuren am Tatort, erklärt Falkenhain. Zum Beispiel sei es möglich, anhand der Aufbruchspuren an Fenstern oder Terrassentüren das Werkzeug zu ermitteln. „Jeder Fall wird zunächst einzeln aufgenommen, bevor es möglich ist, Zusammenhänge herzustellen“, sagt Falkenhain.

Von Julia Schwekendiek 

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