Eine Zigarettenkippe reicht schon

Erhöhte Brandgefahr im Landkreis Northeim

Zigrarettenkippen auf gefällten Baumstämmen im Wald
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Insbesondere bei großer Trockenheit sollte das Rauchen in Wäldern und in der offenen Landschaft vermieden werden.

Die anhaltende Trockenheit sorgt für große Brandgefahr im Landkreis Northeim

Northeim – Durch den Regen, der am Montag in einigen Teilen des Landkreises Northeim für Niederschlag gesorgt hat, ist die Gefahr, das trockene Vegetation in Brand gerät keineswegs gebannt. Darauf hat jetzt Kreisbrandmeister Marko de Klein auf HNA-Anfrage hingewiesen.

„Waldbrände, bei denen ganze Bäume in Flammen standen, hatten wir hier in der Region bislang zum Glück noch nicht, aber sogenannte Vegetationsbrände, also brennende Böschungen oder Grasflächen, kommen ziemlich oft vor“, sagt de Klein. Der sogenannte „Grasflächenfeuerindex“ liege mittlerweile in der Region bei 4 von 5 Stufen, sei also schon extrem hoch.

Auslöser für solche Brände sind oft weggeworfene Zigarettenkippen oder unachtsamer Umgang mit offenen Feuerstellen, bei dem dei Folgen eines Funkenflugs nicht bedacht werden.

Kreisbrandmeister Marko de Klein

„Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass man Zigarettenkippen nicht einfach in die Landschaft wirft“, so der Kreisbrandmeister. „Leider machen wir die Erfahrung, dass es doch immer wieder passiert.“

Als eine weitere Ursache für viele Einsätze der Feuerwehr nennt de Klein das Parken von Autos auf trockenen Grasflächen. „Hier können die durch die Fahrt erhitzten Katalysatoren recht schnell ein Feuer auslösen, und auch durch das Abflammen von Unkräutern entstehen oft Feuer, die dann auf trockene Vegetation oder sogar auf Wohnhäuser überspringen.“ De Klein rät daher dazu, auf das Abflammen grundsätzlich zu verzichten.

Große Sorge bereitet laut de Klein den Feuerwehren derzeit, dass in den Wäldern aufgrund der zunehmenden Trockenheit und dem damit verbundenen Sterben von Bäumen sehr viel trockenes Holz liegt. „In der modernen Forstwirtschaft ist es zwar gewollt, das sogenanntes Totholz vermehrt im Wald bleibt, weil es Nährstoffe für die Bäume liefert“, weiß de Klein. „Aber es liefert leider auch viel Nahrung für mögliche Waldbrände.“

Um diese zu vermeiden appelliert er an alle Bürger, in einer Entfernung unter 100 Metern zum nächsten Wald auf offene Feuer jeglicher Art zu verzichten.

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