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Entsorgung: Neues Angebot zur Rückgabe wird noch nicht angenommen

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Von: Rosemarie Gerhardy

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Der Marktleiter des Uslarer Rewe-Marktes an der Wiesenstraße, Patrick Schlemme, bei der Kontrolle des rücknahmepflichtigen Elektroschrotts: hier ein Toaster.
Der Marktleiter des Uslarer Rewe-Marktes an der Wiesenstraße, Patrick Schlemme, bei der Kontrolle des rücknahmepflichtigen Elektroschrotts: hier ein Toaster. © Hubert Jelinek

Seit Anfang des Monats können ausgediente Elektroklein- und Elektronikgeräte auch in Supermärkten, Discountern und Drogeriemärkten zurückgegeben werden. „Bei uns wurde in der kurzen Zeit noch kein Gerät zurückgegeben“, so Jan Kaiser, der Rewe-Märkte in Uslar und Adelebsen betreibt.

Landkreis Northeim – Doch er rechnet damit, dass die Möglichkeit genutzt wird und hat eigens Lagerflächen dafür geschaffen. „Es sei besser, als wenn die Geräte wild im Wald entsorgt würden“, hat er sich mit der neuen Rücknahmeverordnung arrangiert.

Auch im Rewe-Markt in Moringen gab es bislang noch keine Rückgaben. Aber es komme ja auch nicht so oft vor, dass ein Gerät kaputt gehe, sodass sofort in dieser ersten Woche das Angebot von den Kunden genutzt werden müsste, heißt es auf HNA-Nachfrage.

Tobias Schnabel vom gleichnamigen Northeimer Edeka-Markt hat auch noch keine ausgedienten Elektroartikel zurücknehmen müssen. Er sei nicht so glücklich mit der neuen Vorgabe. Denn er befürchtet, dass er sich dann um die Entsorgung von Artikeln kümmern muss, die Leute im Internet gekauft haben, aber die Portokosten der Rücksendung scheuen.

Tobias Schnabel
Tobias Schnabel © Roland Schrader

Dabei gebe es ja auch Möglichkeiten, die Artikel über die Kreisabfallwirtschaft zu entsorgen, nennt er eine Alternative zum Supermarkt.

Rewe- und Penny-Kunden können laut Presseabteilung die Rückgabe an der Kasse anmelden, Mitarbeiter prüfen dann die Annahmekriterien und nehmen die Geräte entgegen.

Vergleichbar läuft die Rückgabe auch bei Aldi Nord. Die Geräte werden anschließend in Sammelbehälter gelegt, um einen sachgerechten Umgang mit dem Müll zu gewährleisten. Die Geräte werden dann zentral von einem Fachunternehmen abgeholt, so das Unternehmen.

Kaufland-Kunden können Elektrokleingeräte direkt an einer Sammelstelle in der Filiale, analog der Sammelstelle für Batterien, abgeben oder an der Kundeninformation, teilt das Unternehmen mit. Die defekte Ware werde dem Wertstoffkreislauf wieder zugeführt oder von einem zertifizierten Entsorgungsfachbetrieb entsorgt. (Rosemarie Gerhardy)

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