Eltern-Initiative fordert weiterhin eine IGS

Streipunkt IGS: Befürworter sehen Konzept durch Elternbefragung bestätigt. Montage: Mönkemeyer

Northeim. Im Landkreis Northeim gibt es nach wie vor genügend Interesse für die Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule in der Kreisstadt.

Diese Auffassung vertritt die Eltern-Initiative für die Einrichtung einer IGS in der Kreisstadt.

Wer behaupte, dass eine IGS nicht eingerichtet werden könne, da die erforderliche Vierzügigkeit mit mindestens 96 Schülern pro Jahrgang nicht gegeben sei, gehe von veralteten Verwaltungsvorschriften aus, so Oliver Brunotte vom Sprecherkreis der Eltern-Initiative. Die aber stünden im klaren Widerspruch zum neuen Schulgesetz.

Schulreform

Seit Beginn des neuen Schuljahrs sei die bisherige Sonderstellung der Gesamtschule als Angebotsschule beendet worden, so Brunotte. Sie gelte jetzt als ersetzende Schulform. „Diese Neuregelung bedeutet, dass Schulträger unter bestimmten Voraussetzungen von der Verpflichtung befreit sind, vor Ort neben der IGS auch eine Haupt- und Realschule zu führen.“

Diese Voraussetzungen sind aus Sicht der Elterninitiative durch die Elternbefragung erfüllt worden. „Wir freuen uns, dass 34 Prozent der Eltern für eine IGS gestimmt haben“, so Brunotte. „Dass eine einzige Schulform gegenüber allen anderen so gut abschneidet, zeigt deutlich, dass ein großer Teil der Eltern sich die IGS Northeim für ihre Kinder wünschen.“

Die Elterninitiative fordere daher, die Elternbefragung als repräsentative Erhebung des Bedarfs zu werten und das Ergebnis hochzurechnen. Bezogen auf die 1438 Schüler, die der Befragung zugrunde gelegen haben, ergebe das einen Prozentsatz von 34,7 Prozent, also insgesamt rund 500 Schüler. „Das reicht nicht nur für die Mindestzügigkeit, sondern für sogar für eine Fünfzügigkeit“, betont Brunotte. (nik)

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