Endlich wieder Einkaufen im Ort

In Langenholtensen öffnet am 30. November ein neuer Netto-Markt

Der neue Netto-Markt: Am Ortseingang von Langenholtensen ist der Neubau eines Netto-Marktes entstanden. Derzeit laufen letzte Arbeiten im Außenbereich. Zudem entsteht auf der B 248 noch eine Querungshilfe mit Mittelinsel.
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Der neue Netto-Markt: Am Ortseingang von Langenholtensen ist der Neubau eines Netto-Marktes entstanden. Derzeit laufen letzte Arbeiten im Außenbereich. Zudem entsteht auf der B 248 noch eine Querungshilfe mit Mittelinsel.

20 Jahre lang hat der Langenholtenser Ortsrat mit Ortsbürgermeisterin Reta Fromme an der Spitze um eine Einkaufsmöglichkeit im Ort gekämpft. Jetzt wird der Wunsch Wirklichkeit.

Langenholtensen - Am Dienstag, 30. November, wird der neu gebaute Netto-Markt an der Ortseinfahrt von Langenholtensen aus Richtung Northeim seine Pforten öffnen.

Zur Zeit laufen die letzten Bauarbeiten im Außenbereich, einschließlich des Baus einer Querungshilfe mit Mittelinsel auf der Bundesstraße 248, während drinnen kräftig eingeräumt wird.

Auf 800 Quadratmetern Verkaufsfläche werden den Kunden ab nächsten Dienstag neben frischen Lebensmitteln wie Obst und Gemüse, Fleisch- und Wurstartikeln, Molkereiprodukten sowie Brot- und Backwaren auch Getränke (auch Mehrweg), Zeitschriften, frei verkäufliche Arzneiprodukte sowie Wasch-, Putz- und Reinigungsprodukte angeboten, heißt es von der Netto-Presseabteilung in Maxhütte-Haidhof nahe Regensburg.

Auch eine Bäckerei-Filiale wird es in der Vorkassenzone geben. Sie wird von der Bäckerei Biel aus Delligsen bei Alfeld betrieben, die in Südniedersachsen bereits 23 Filialen zählt. Auf dem neuen Parkplatz vor dem Markt ist Platz für 60 Fahrzeuge, heißt es von der Netto-Zentrale. Geöffnet sei der Marken-Discount montags bis samstags von 7 bis 21 Uhr.

In Langenholtensen freuten sich viele auf den neuen Markt, betont Ortsbürgermeisterin Reta Fromme. Insbesondere für die älteren Menschen im Dorf ohne Auto sei das ein Segen, auch wenn es im Ort auch manche Kritiker gebe, die die Notwendigkeit bezweifelten.

Fromme erinnert an die langwierigen Bemühungen der Ortschaft, nach Schließung des Schlecker-Marktes im Dorf 2001 endlich wieder eine Einkaufsmöglichkeit im Ort zu bekommen. Nachdem die Idee gescheitert war, mit einer Genossenschaft im alten Schleckermarkt einen Dorfladen zu eröffnen, weil das Gebäude anderweitig genutzt wurde, hatte man im Ortsrat zunächst Hoffnung darauf gesetzt, mit der „tegut“-Kette einen Markt mit Förderung aus der Dorferneuerung einzurichten. Doch auch daraus wurde nichts, weil ein solches gewerbliches Projekt nicht förderungsfähig war.

Eine Idee sei dann gewesen, den Markt-Betrieb mit Menschen mit Behinderungen zu organisieren. Kontakte habe es mit der Werk-statt-Schule und auch mit den Harz-Weser-Werkstätten gegeben, doch auch diese Pläne seien gescheitert, sodass sich lange Jahre nichts mehr getan habe, erläutert die Ortsbürgermeisterin.

Erst 2017 habe dann die Projektentwicklungsfirma Ratisbona aus Regensburg ihr Interesse signalisiert, in der mit 1850 Einwohnern größten Northeimer Ortschaft einen Einkaufsmarkt bauen zu wollen, der später von Netto gemietet werden soll. Die Idee sei im Ortsrat auf fruchtbaren Boden gestoßen, sagt Fromme. Das Gelände am Ortseingang sei schnell gefunden worden.

Bis zur Genehmigung des Bebauungsplans durch die Stadt als Voraussetzung für den Bau habe es aber noch der Beseitigung etlicher Hindernisse bedurft. So mussten unter anderem Gutachten darüber erbracht werden, dass der zu Fuß in zehn Minuten erreichbare Nahversorgungsbereich groß genug ist. Fromme: „Letztlich hat es geklappt, wir sind froh.“ (Axel Gödecke)

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