Erneut Rekordtief bei Arbeitslosen im Kreis Northeim

Foto: Weiss

Northeim. Die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Northeim hat erneut einen Rekord-Tiefstand seit der deutschen Wiedervereinigung 1990 erreicht. Das geht aus den November-Statistik der Arbeitsagentur hervor.

Danach beträgt die Arbeitslosenquote kreisweit aktuell 5,7 Prozent. Das sind 0,1 Punkte weniger als im Vormonat. Vor einem Jahr betrug die Quote noch 6,3 Prozent.

Die positive Entwicklung sei zum einen auf saisonale Gründe zurückzuführen, da die Arbeitslosenzahlen üblicherweise im November sinken. Zum anderen hätten die Betriebe aber auch anhaltend hohen Personalbedarf, bilanziert Klaus-Dieter Gläser, Chef der Agentur für Arbeit in Göttingen.

Schließlich schlügen auch die Anstrengungen der Arbeitsagentur zu Buche, die verstärkt arbeitspolitische Fördermaßnahmen eingesetzt habe, um die Integrations-chancen von Arbeitslosen zu verbessern.

In der Tat hält sich die Nachfrage nach Arbeitskräften im Kreis Northeim seit Monaten auf einem hohen Niveau, heißt es weiter seitens der Agentur. So meldeten Betriebe und Dienstleister im Landkreis Northeim seit Jahresbeginn 3813 offene Stellen bei der Arbeitsagentur, 168 mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres. Besonders hoch sei der Bedarf an Mitarbeitern aus den Berufsfeldern Verkauf, Logistik, Gesundheitsberufe, Fahrzeugtechnik und Metallbearbeitung. Aktuell sind kreisweit 922 Stellen zu besetzen.

Absolut gesehen sank die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Northeim im November um 111 Personen auf 3967. Gegenüber dem Vorjahr reduzierte sich die Zahl der Arbeitslosen kreisweit sogar um 443. Das entspricht einem Rückgang von zehn Prozent.

Am geringsten ist die Arbeitslosigkeit kreisweit nach wie vor im Raum Northeim. Die Arbeitsagenturgeschäftsstelle Northeim vermeldet eine Quote von aktuell 5,2 Prozent, 0,1 Punkte weniger als im Vormonat. Vor einem Jahr betrug sie noch 5,7 Prozent.

Auch in Einbeck gab es im November einen Rückgang, und zwar um 0,3 Prozentpunkte auf aktuell 6,3 Prozent (Vorjahr: 7,1 Prozent).

Die Arbeitsagentur-Geschäftsstelle in Uslar vermeldet hingegen einen geringfügigen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Die Quote stieg um 0,2 Punkte auf aktuell 6,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist jedoch auch im Solling ein Rückgang zu verzeichnen. Vor einem Jahr waren hier 6,9 Prozent arbeitslos gemeldet. (goe)

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