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Erzeugerverband Südniedersachsen will wachsen

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Von: Olaf Weiss

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Die Vermarktung von regional erzeugten Produkten voranzubringen, hat sich der Erzeugerverband Südniedersachsen zur Aufgabe gemacht. Dabei soll es natürlich nicht nur Gemüse gehen, das auf diesem Symbolbild zu sehen ist.
Die Vermarktung von regional erzeugten Produkten voranzubringen, hat sich der Erzeugerverband Südniedersachsen zur Aufgabe gemacht. Dabei soll es natürlich nicht nur um Gemüse gehen, das auf diesem Symbolbild zu sehen ist. © Fabian Sommer/dpa

Der Erzeugerverband Südniedersachsen will professioneller werden. Das hat Ernst-August Heese, Nachfolger von Siegfried Kappey als Vorsitzender, im Gespräch mit der HNA mitgeteilt.

Northeim – Die Gründungsphase sei beendet. Nun gelte es die Mitgliederpflege zu intensivieren und das Netzwerk des Verbandes auszubauen.

Mittelfristig muss es nach Heeses Worten das Ziel sein, nicht nur eine Interessengemeinschaft zu sein. Um die regionale Vermarktung der von den Mitgliedern erzeugten Produkte voranzubringen, plant er, aus dem Verband heraus eine GmbH oder eine Genossenschaft zu gründen, die als Dienstleister in Sachen Logistik und Marketing für die Mitgliedsunternehmen auftritt.

Ernst-August Heese
Ernst-August Heese, Vorsitzender des Erzeugerverbands. © Hans-Peter Niesen

Diesen Ansatz, sich entsprechend weiter zu entwickeln, gab es schon bei der Gründung des Verbandes. Er ist aber dann seit Beginn der Coronapandemie nicht mehr angegangen worden.

In zwei Jahren will es Heese geschafft haben, dass der Verband unabhängig vom Sponsoring dritter Geldgeber wie den Sparkassen der Region ist.

Als ersten Schritt der Neuausrichtung plant der Erzeugerverband im kommenden Jahr fünf regionale Veranstaltungen. Großveranstaltungen wie der Südniedersachsentag 2018 in Waake (Landkreis Göttingen) mit 10 000 Besuchern, der 2020 in Imbshausen wiederholt werden sollte, dann aber coronabedingt abgesagt werden musste, soll es künftig nicht mehr geben.

Heese erhofft sich durch die fünf in der Region verteilten Veranstaltungen einen größeren Effekt, den Verband in der Region bekannt zu machen.

Der Erzeugerverband und seine Regionalmarke „Kostbares Südniedersachsen“ seien noch bei zu vielen Menschen in der Region unbekannt.

Der neue Vorsitzende will auch die Mitgliederwerbung intensivieren. 108 Erzeuger und Produzenten zählt der Verband aktuell. Vor allem im Südharz gebe es bisher zu wenig Mitglieder. „Wenn wir wachsen wollen, dürfen wir nicht ausgrenzen“, kann er sich auch vorstellen, nördlich des Harzes weitere Mitglieder aufzunehmen. Einige gibt es dort schon.

Birgit Beuermann
Birgit Beuermann, Leiterin der Geschäftsstelle des Erzeugerverbandes. © Margitta Hild

Mit dem nun initiierten Neustart des Verbandes sind auch einige personelle Veränderungen verbunden. So ist Birgit Beuermann neue Leiterin der Geschäftsstelle des Verbandes in Einbeck. Sie bringe Marketingerfahrung mit, so Heese. Der Vorstand besteht nun neben Heese aus Eberhard Prunzel-Ulrich, (1. Stellvertretender Vorsitzender), Anika Riedel, (2. Stellvertretende Vorsitzende), Rainer Koch (Schatzmeister), Anika Berner (Schriftführerin), Franziska Kreuzinger (stellvertretender Schriftführerin) und Marcus Vogel (stellvertretender Schatzmeister). (Olaf Weiss)

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