Förster hat schlechte Nachrichten

Eschensterben - Bäume an B241 bei Hammenstedt werden wohl gefällt

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Zu viel Luft in den Kronen: Der Northeimer Fortsamtsleiter Siegfried Arndt am erkrankten Eschenbestand an der B 241 bei Hammenstedt.

Hammenstedt. Ein Pilz greift Eschen im Landkreis Northeim an und lässt sie sterben. Die Bäume an der Bundesstraße 241 bei Hammenstedt sind ebenfalls befallen und werden voraussichtlich gefällt.

Davon geht der Northeimer Stadtförster Siegfried Arndt, der auch für den Moringer Stadtwald sowie mehrere Genossenschaftswälder im Landkreis Northeim zuständig ist, derzeit aus.

Die Hoffnung, dass sich das durch einen aus Asien eingeschleppten Pilz ausgelöste Eschensterben (wir berichteten) nicht weiter ausbreitet, hat sich laut Arndt nicht erfüllt. „In den älteren Eschenbeständen haben die Schäden in der Region nicht zugenommen, aber der Bestand bei Hammenstedt ist wohl nicht mehr zu retten.“ Normalerweise hätten die Bäume, die vor 88 Jahren auf der 3,8 Hektar großen Fläche gepflanzt wurden, noch etwa 40 Jahre dort stehen bleiben können, ehe sie zur Vermarktung gefällt worden wären.

„Nicht alle Bäume sind betroffen“, beschreibt Arndt die Situation. „Doch wir können die gesunden nicht vereinzelt stehen lassen, weil dann die Gefahr besteht, dass sie umstürzen, und dieses Risiko können wir nicht eingehen.“

Für die Möbelindustrie sind die etwa 25 Meter hohen Bäume noch nicht geeignet. „Dafür haben die Stämme noch einen zu geringen Umfang“, sagt Arndt und betont, dass die Fällarbeiten erst beginnen können, wenn dieser Eingriff mit der Naturschutzbehörde abgestimmt worden ist. Außerdem sei zunächst zu klären, ob es für eine Wiederaufforstung der Fläche mit standortgerechten Bäumen wie Stieleichen, Hainbuchen und Erlen eine Förderung von der Landwirtschaftskammer gäbe. Darüber hinaus sei vorgesehen, den Bestand noch einmal von Forstwissenschaftlern untersuchen zu lassen.

Sollten die ebenfalls zu dem Ergebnis kommen, dass das Fällen der Eschen nötig ist, könnten die Fällarbeiten im Herbst dieses Jahres beginnen.

„Im nächsten Frühjahr könnten wir dann mit der Neubepflanzung beginnen“, so Arndt.

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