Konferenz zur künftigen Verwendung von Geld aus dem Leader-Programm

Die EU-Förderung im Landkreis Northeim wird neu justiert

Archivbild von der Eröffnung des Rundwegs über das Römerschlachtfeld am Harzhorn
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Der Bau des Rundwegs über das Römerschlachtfeld (Archivbild von der Eröffnung) ist mithilfe von 98  500 Euro aus dem Leader-Topf verwirklicht worden.

Wofür soll im Landkreis Northeim künftig Fördergeld aus dem Leader-Programm der Europäischen Union ausgeben werden? Diese Frage steht über einer Online-Konferenz, die am Dienstag, 11. Januar, von 18 bis 20.30 Uhr stattfindet. Jeder Interessierte kann daran teilnehmen.

Landkreis Northeim – Für Leader beginnt 2023 eine neue Förderperiode. Dafür müsse das Regionale Entwicklungskonzept weiter entwickelt werden, teilt der Landkreis Northeim mit: „Wo besteht Handlungsbedarf? Was sind Zukunftsthemen für die Leader-Region Harzweserland? (hinter der sich der Landkreis Northeim verbirgt, Anmerkung der Redaktion) Und welche Projekte können die Region in der Zukunft stärken?“ Mit diesen Fragen sollen sich die Teilnehmer der Konferenz unter anderem beschäftigen.

Neben der Dezernentin für Bauen und Umwelt des Landkreises Northeim, Julia Gottlieb, werden auch Vertreter der Städte und Gemeinden sowie der Wirtschafts- und Sozialpartner im Landkreis, die sich alle in der Lokalen Arbeitsgruppe Harzweserland zusammengeschlossen haben, an der Konferenz teilnehmen.

Eine Teilnahme ist von jedem Gerät mit Internetzugang möglich. Allerdings ist laut Ankündigung eine vorherige Anmeldung notwendig. Diese kann online über einen Link auf der Webseite der Leader-Region Harzweserland (www.harzweserland.de/index.php/rek-fortschreibung) vorgenommen werden. Bei Fragen dazu steht Julian David vom Büro Koris zur Verfügung, E-Mail: david@koris-hannover.de, Telefon 0 51 1/59 09 74 30.

Die Abkürzung Leader steht für „Liaison entre actions de développement de l’économie rurale“ („Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“). Aus Mitteln dieses Programms fördert die EU die Entwicklung ländlicher Regionen in ihren Mitgliedsstaaten.

Die Installation der Fotovoltaikanlage auf dem Dorfgemeinschaftshaus Schlarpe ist mit 13.000 Euro gefördert worden.

In der 2014 begonnenen und in diesem Jahr zu Ende gehenden Förderperiode sind bisher mehr als 2,8 Millionen Euro Fördergeld in den Landkreis Northeim geflossen. Die Aktionsgruppe Harzweserland hat unter anderem folgenden Förderungen zugestimmt:

- Tierpark Hardegsen: 183.000 Euro für die Modernisierung;

- Tongrube Willershausen: 66.000 Euro für den Bau einer Service-Station;

- Kulturstiftung Kornhaus Einbeck: 75.000 Euro für den barrierefreien Ausbau der Lernwerkstatt;

- Dorfgemeinschaftsanlage Schlarpe: 13.000 Euro für eine Fotovoltaikanlage für das eCarsharing-Projekt;

- Römerschlachtfeld am Harzhorn: 98.500 für den Bau des Rundwegs;

- Schützengesellschaft Kreiensen: 28 .00 Euro für eine elektronische Zielerfassung.

Bis Ende 2020 (neuere Zahlen liegen noch nicht vor) waren kreisweit 44 Projekte beschlossen, von denen 20 bereits abgeschlossen waren. (Olaf Weiss)

Lokale Aktionsgruppe entscheidet

Das Geld aus dem Leader-Programm wird über die Region Harzweserland verteilt. Darin haben sich die Städte und Gemeinden des Landkreises Northeim sowie Wirtschafts- und Sozialverbände, gemeinnützige Einrichtungen, aber auch die Kreis-Sparkasse in einer „Lokalen Aktionsgruppe“ zusammengeschlossen. Ihre Vertreter entscheiden nach einer Vorprüfung durch das Amt für regionale Landesentwicklung (Göttingen) über die Projektanträge. ows

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