Familienalltag in Erziehungsstelle

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Eine glückliche Familie: Frank und Madeleine Langefeld mit ihren Kindern und dem Hund.

Eine wertvolle Aufgabe zu haben ist ein Gefühl, das antreibt; eine wertgeschätzte Arbeit mit dem eigenen familiären Umfeld verbinden zu können, klingt für viele nach einem Traummodell. Träume müssen nicht immer Träume bleiben.

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Die Leitung einer Erziehungsstelle im Albert-Schweitzer-Familienwerk bietet Erziehern, Pädagogen oder Heilpädagogen eine ideale Möglichkeit, Familie und Beruf unkompliziert miteinander zu vereinbaren. Eine Erziehungsstelle ist ein Familienmodell, in dem bis zu zwei Jugendhilfekinder leben.

Eigene Kinder der Erziehungsstellenleitung wachsen zusammen mit den Jugendhilfekindern im selben Zuhause auf. Dabei ist die Unterstützung von Fachkräften des Kinderdorfes jederzeit garantiert. Nach Möglichkeit bleibt auch ein intensiver Kontakt zu den leiblichen Eltern der Jugendhilfekinder bestehen.

Das Ehepaar Frank und Madeleine Langefeld wagte den Schritt in diesen ebenso außergewöhnlichen wie erfüllenden Beruf. In der Berufsfachschule für Erzieher lernten sich Madeleine und Frank Langefeld kennen. Sie zogen vom quirligen Berlin in den beschaulichen Landkreis Northeim. Doch nicht nur die ungewohnte Umgebung stellte eine neue Herausforderung dar, auch beruflich war Madeleine Langefeld auf der Suche nach einer neuen Erfüllung. Nach eineinhalbjähriger Arbeit als Erzieherin in einer Albert-Schweitzer-Kinderdorffamilie wusste sie: „Das ist etwas für mich.“

Durch die Arbeit in einer großen Albert-Schweitzer-Kinderdorffamilie kannte sie bereits die verschiedenen Möglichkeiten und entschied sich dazu, eine kleinere Erziehungsstelle zu leiten.

So zogen erst kürzlich bei Madeleine, Frank und ihrem eigenen Sohn Brayn Langefeld die Geschwister Hannes (2 Jahre) und Farina (3 Jahre) ein. Deren Mutter stellte den Kontakt zu ihren Kindern nach der Trennung vom Vater einfach ein. Der Vater selbst zeigte sich hoffnungslos überfordert mit der Versorgung seiner beiden Kinder.

Ein Dreivierteljahr verbrachten Hannes und Farina in einer Bereitschaftspflegefamilie, bevor sie nun in ihrer neuen Familie Langefeld ankommen durften.

Zuvor gab es Vorbereitungstreffen zum Kennenlernen. Dem achtjährigen Sohn der Langefelds gefiel der Gedanke, in Farina und Hannes so etwas wie Geschwister zu bekommen. „Aber ihm war wichtig, dass er immer der große Bruder bleiben würde“, betont Madeleine Langenfeld. Die beiden kleinen Schützlinge nahmen ihre neue Familie schnell an. „Ohne Scheu schauten sie sich bei uns um, puzzelten sogleich und saßen schließlich sogar schon bei uns auf dem Schoß, um Geschichten zu hören.“

Es ist eine gute Sache, zu wissen, dass die Geschwister jetzt endlich leben dürfen wie in einer richtigen Familie. Mit ihrer pädagogischen Berufsausbildung ist Madeleine Langenfeld bestens gerüstet für diese schöne aber auch nicht immer einfache Herausforderung; 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr.

Wer seinen Beruf und die eigene Familie in Einklang brin-gen möchte, eine pädagogische Berufsausbildung mitbringt und Interesse daran hat, vernachlässigten Kindern ein zuverlässiges und stabiles Zuhause zu schenken, könnte mit der Leitung einer Erziehungsstelle genau den richtigen Ansatz für sich finden. (nh)

Nähere Informationen über die verschiedenen Angebote gibt es im Internet unter: www.kinderdorf-uslar.de

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