Auch viele Geimpfte betroffen

Zahl der Corona-Infektionen in Northeim steigt: Fast alle sind Reiserückkehrer

Reisende mit Koffern
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Einige Urlaube haben Corona-Infektionen aus ihren Urlaubsländern mitgebracht (Symbolbild).

Seit gut zwei Wochen steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Landkreis Northeim rapide an. Bei fast allen Infizierten handelt es sich um Reiserückkehrer.

Northeim – Das hat die Northeimer Kreisverwaltung auf HNA-Anfrage mitgeteilt. Sogenannte Corona-Hotspots, zum Beispiel in Schulen oder Betrieben, gebe es aktuell nicht.

Laut Landkreis-Pressesprecher Dirk Niemeyer sind die jetzt Infizierten überwiegend aus der Türkei, dem Kosovo, Nordmazedonien und Frankreich ins Kreisgebiet eingereist. Am Mittwoch waren im Landkreis Northeim insgesamt 85 Corona-Infizierte bekannt, 14 mehr als am Dienstag.

Zehn Prozent der aktuell Corona-Infizierten in Northeim sind Geimpft

Wie Niemeyer weiter mitteilt, handelt es sich bei etwa zehn Prozent der aktuellen Infektionen um sogenannte „Impfdurchbrüche“, also Menschen, die bereits durchgeimpft sind und sich jetzt trotzdem mit Corona infiziert haben.

Von einer Infektion betroffen seien „relativ gleich verteilt“ Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Alter bis zu 60 Jahren. Größtenteils seien die Personen mit der sogenannten Delta-Variante des Corona-Virus infiziert, so Niemeyer weiter. Allerdings werde nicht bei jeder positiv nachgewiesenen Viruserkrankung eine Variantenanalyse vorgenommen, weil davon auszugehen sei, dass die Delta-Variante augenblicklich bei den Infektionen vorherrschend ist.

Einige Covid-Erkrankte müssen in Kliniken behandelt werden

Auch zum Krankheitsverlauf hat sich die Kreisverwaltung auf HNA-Anfrage geäußert: Diese hängen laut Niemeyer sehr individuell davon ab, ob die infizierte Person geimpft sei, oder nicht: „Bei den sogenannten Impfdurchbrüchen, also bereits Geimpften, ist ein leichter Krankheitsverlauf festzustellen. Die übrigen Infizierten weisen dagegen die üblichen Symptome auf.“ Dazu gehören unter anderem grippeähnliche Symptome wie Husten, Fieber, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Verlust des Geruchs- und Geschmacksinns. Aktuell werden einige Infizierte aus dem Kreisgebiet aufgrund des Krankheitsverlaufs in Kliniken behandelt.

Am Mittwoch befanden sich im Landkreis Northeim neben den 85 Corona-Infizierten 195 Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne, so der Landkreis-Sprecher weiter. Allerdings ändere sich diese Zahl täglich. Laut Landkreis waren am Montag dieser Woche 91.451 Menschen (69,1 Prozent) einmal geimpft, die zweite Impfung haben inzwischen 85.575 Menschen (64,7 Prozent) erhalten. (Kathrin Plikat)

Quarantänepflicht nach dem Urlaub

Seit dem 1. August sind alle Einreisenden – ausgenommen Kinder bis 12 Jahren – aus Hochrisikogebieten verpflichtet, einen Impf- oder Genesenen-Nachweis oder einen negativen PCR-Test vorzulegen. Außerdem gilt eine zehntägige Quarantänepflicht, die mit Impf- oder Genesenennachweis sowie ab dem 5. Tag nach Einreise mit negativem Testnachweis verkürzt werden kann. Hochrisikogebiete sind aktuell unter anderem die Türkei, Teile Griechenlands sowie die USA. (kat)

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