Stadt bemüht sich um Aufnahme in Förderprogramm

FC plant Sanierung des Stadions in Northeim

Das Northeimer Stadion aus der Luft.
+
Das Northeimer Stadion: Die Gebäude und die mehrere Jahrzehnte alte Asche-Laufbahn, die hauptsächlich für den Schulsport genutzt wird, sind dringend sanierungsbedürftig.

Das Gustav-Wegner-Stadion in Northeim ist in die Jahre gekommen und sowohl was den Bestand der Gebäude auf dem Gelände als auch was die 400-Meter-Laufbahn betrifft sanierungsbedürftig.

Northeim - Jetzt will die Stadt versuchen, dafür Zuschüsse aus einem Bundes-Förderprogramm zu bekommen, wenn möglich sogar bis zu 90 Prozent.

Der FC Eintracht Northeim, der die Sportanlage auf vertraglicher Grundlage mit der Stadt Northeim bewirtschaftet, unterhält und betreibt, habe ein großes Interesse an der Sanierung der Sportstätten- und Gebäudestruktur, heißt es von der Stadtverwaltung in einer Beschlussvorlage an den Stadtrat für die Sitzung am 29. Oktober (17 Uhr, Stadthalle).

Der Verein, der laut Vertrag mit der Stadt jährlich einen städtischen Investitionszuschuss von 25 000 Euro für den derzeitigen Gebäudebestand auf dem Stadiongelände erhält, habe bereits in Teile des Gebäudebestandes investiert.

Daneben bedürfe jedoch auch die seit vielen Jahrzehnten bestehende 400 m-Laufbahn einer soliden Erneuerung. Die für den leichtathletischen Sportbetrieb vorgesehenen Einrichtungen im Stadion stellen für den Schulsport aller Northeimer Schulen eine Bereicherung dar und würden von ihnen auch genutzt.

Den Investitionsaufwand beziffert der FC Eintracht mit Unterstützung durch das vom Verein beauftragte Architekturbüro Cortnum aus Einbeck auf insgesamt 930 000 Euro.

Darin enthalten sind laut Tim Schwabe, Projektleiter bei der FC Eintracht, folgende Positionen:

.  Verwaltungstrakt-Erweiterung für 173 500 Euro. Hier sollen ein Anbau für einen Besprechungsraum für die rund 100 Ehrenamtlichen im Verein (bislang gibt es nur einen zehn Quadratmeter kleinen Raum) sowie zwei Büros geschaffen werden.

.  Sanierung des Erdgeschosses im Hauptgebäude für 337 000 Euro. Hier sollen, wie im Obergeschoss schon durch Eigenleistung geschehen, auch die Kabinen und die Sanitäranlagen erneuert, ein Mehrzweckraum und ein Kraftraum (alles barrierefrei) geschaffen werden.

.  Modernisierung des aus Mitte der 1950er-Jahre stammenden Nebengebäudes für 119 000 Euro. Die Kabinen und der Sanitärbereich sollen erneuert werden.

.  Erneuerung der Laufbahn für 300 000 Euro. Die Aschenbahn, die in Teilen schon gar nicht mehr vorhanden ist, muss erneuert werden. Geplant ist der Einbau einer Tartanbahn.

Das Programm, in das die Stadt Northeim mit dem Stadion-Projekt gern aufgenommen werden möchte, heißt „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“. Aufgelegt hat es der Bund im Rahmen seines Konjunkturpakets im Nachtragshaushalt 2020.

Ausgestattet ist es mit 600 Millionen Euro. Die Mittel stehen für die Förderung investiver Projekte mit besonderer regionaler oder überregionaler Bedeutung zur Verfügung.

Aus dem gleichnamigen Vorgängerprogramm des Bundes hat die Stadt Northeim auch kürzlich die Zusage über zwei Millionen Euro Zuschuss für den Ersatzneubau der Schuhwall-Sporthalle bekommen.

Bei Bestehen einer Haushaltsnotlage, die durch die Kommunalaufsichtsbehörde zu bestätigen ist, könne die Förderung bis zu 90 Prozent betragen.

Angesichts Corona und damit einhergehender massiver Steuereinahmeausfälle dürfte für die Stadt Northeim eine solche Notlage wohl zutreffen.

Tim Schwabe

Laut Tim Schwabe vom FC habe die Stadt dann auch gar keine Mehrausgaben zu stemmen, denn der zehnprozentige Eigenanteil der Stadt wäre durch die 25 000 Euro Investitionskostenpauschale, die der FC jährlich von der Stadt für die Unterhaltung und Erneuerung der Stadion-Gebäude ohnehin erhalte, schon abgegolten.

(von Axel Gödecke)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.