Die Feuerwehr erzieht alle: von der Kita bis zu Senioren

Brandschutzerzieher Sven Helmold ist Ansprechpartner in Sachen Prävention

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Engagierte Brandschutzerzieher (von links): Harald Meyer (Echte), Kreisbrandschutzerzieher Sven Helmold, Heike Bialaschewitz (Düderode), Maik Pfeiffer (Dassel) und Katharina Kurzawa (Wolperode).

Northeim. Die 157 Orts- und vier Werkfeuerwehren im Landkreis Northeim sind nicht nur im abwehrenden Brandschutz und der Hilfeleistung tätig, die Feuerwehren bieten in Kindergärten und Schulen sowie für Senioren und behinderte Menschen Brandschutzaufklärung an.

Außerdem werden beispielsweise „Tage der offenen Tür“ oder Festveranstaltungen dazu genutzt, Bürgern Informationen zum Thema Brandschutz und dem richtigen Handeln im Brandfall oder sonstigen Notlagen näher zu bringen. Hierzu gibt es bei den Feuerwehren im Landkreis Northeim speziell ausgebildete Brandschutzerzieher, an deren Spitze Kreisbrandschutzerzieher Sven Helmold aus Berka steht.

In einer Zusammenkunft der Brandschutzerzieher aus den elf Städten und Gemeinden des Landkreises im Kreisschulungszentrum Northeim wurde zusammengetragen, welche Aktivitäten laufen und welche Erfahrungen dort gemacht wurden. Die ehrenamtlichen Brandschutzerzieher arbeiten alle nach festgelegten Standards für die jeweilige Alters- und Zielgruppen. „Hierdurch werden ein guter Lerneffekt und eine Nachhaltigkeit erreicht“, erläutert Helmold.

Feuer übten speziell auf Kinder eine geradezu magische Faszination aus. Doch der allzu sorglose Umgang mit Feuer führe jedes Jahr aufs Neue zu vielen Brandopfern und Sachschäden in Milliardenhöhe. Dabei erschrecke die Tatsache, dass viele Brände durch zündelnde Kinder verursacht würden. Grund genug, mit der Brandschutzerziehung bereits in den Kindertagesstätten und Grundschulen zu beginnen.

Aufklärung

„Doch auch die Brandschutzaufklärung für Erwachsene ist ein wichtiger Baustein der Brandverhütung. Verhaltenstipps, der richtige Umgang mit Feuerlöschern und die Installation von Rauchwarnmeldern sind nur einige Bestandteile“, sagt Helmold.

Ferner widmen sich die Brandschutzaufklärer auch dem Kreis der Senioren und gehandicapten Menschen. Für Mitarbeiter in Betrieben wird die gesetzlich geforderte Brandschutzhelferausbildung angeboten. Für all diese Aktivitäten steht den Brandschutzerziehern ein Brandschutzmobil des Kreisfeuerwehrverbandes zur Verfügung.

Die Brandschutzerzieher werden in Qualifizierungsmaßnahmen und Workshop auf Kreis-, Landes- und Bundesebene stetig weitergebildet. Mit der Wolperöder Feuerwehrfrau Katharina Kurzawa, die beruflich eine Grundschule leitet, steht eine Frau aus dem Landkreis Northeim im Trainerteam Brandschutzerziehung des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen. Von diesem Trainerteam werden auch neue Konzepte entwickelt und landesweit eingeführt.

Den Kontakt zu Kreisbrandschutzerzieher Sven Helmold oder zu örtlichen Ansprechpartnern können Interessenten über den Kreisfeuerwehrverband (05551 / 606 650) aufnehmen. (ajo)

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