Feuerwehr Sudershausen bekommt neues Fahrzeug für 157.000 Euro

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Doppelte Freude: Bürgermeisterin Astrid Klinkert-Kittel übergab Ortsbrandmeister Volker Klinge (links) den Schlüssel für das Mittlere Löschfahrzeug MLF und Gemeindejugendwehrwart Torsten Krems denjenigen für das Tragkraftspritzenfahrzeug TSF.

Sudershausen. Die Feuerwehr Sudershausen hat ein neues Löschfahrzeug bekommen. Damit soll zukünftig noch schneller auf Brände reagiert werden können.

Das Mittlere Löschfahrzeug (MLF) ist dabei erst das Zweite dieser Art im Landkreis Northeim.

„Der Vorteil ist, dass man nun sogar mit nur drei Mann Besatzung einen effektiven Erstangriff fahren kann“, betonte Kreisbrandmeister Bernd Kühle. Das sei bei der Randlage von Sudershausen wichtig. „Bei der Brandbekämpfung sind die ersten zehn Minuten entscheidend.“

Das MLF führt 600 Liter Wasser mit und bietet einer Staffel Platz, hat also sechs Sitze. Zur umfangreichen Ausstattung, auch für Hilfeleistungen, gehört eine so genannte Schleifkorbtrage.

Die für den Brandschutz zuständige Gemeinde war vertreten durch Bürgermeisterin Astrid Klinkert Kittel und Ordnungsamtsleiterin Anke Bottek. Ortsbrandmeister Volker Klinge betonte die gute und konstruktive Zusammenarbeit während der zwei Jahre Beschaffungszeit.

Gemeindebrandmeister Dirk Sauerland lobte seinerseits Klinges Beharrlichkeit. „Das hat viel Zeit gekostet“, sagte er. Das bestätigte der Ortsbrandmeister und übergab seiner Ehefrau einen Blumenstrauß als kleine Entschädigung. Klinkert-Kittel teilte die Beschaffungskosten mit: Ein Fahrgestell von MAN für 57 000 Euro und ein Stiegler-Aufbau für insgesamt rund 100 000 Euro.

Sudershausens altes Tragkraftspritzenfahrzeug TSF wurde der Kinder- und Jugendfeuerwehr der Gemeinde übergeben. Es soll nicht nur als Transportwagen dienen, sondern auch für Feuerwehrübungen der Kinder und Jugendlichen zur Verfügung stehen.

Bei Bedarf ist es natürlich auch für die Aktiven einsatzbereit, betonte Sauerland. Bei der anschließenden kleinen Feier wies der Gemeindebrandmeister auch darauf hin, dass die Ortswehr Sudershausen seit Kurzem auch die Atemschutzaufsicht bei Einsätzen in der ganzen Gemeinde führt.

Wichtig sei dabei insbesondere die sogenannte Not-Dekon, die Dekontamination der Feuerwehrleute nach Einsätzen, bei denen sie mit giftigen Stoffen in Berührung kommen können. Die Sudershäuser stehen dann mit Schutzhandschuhen ausgestattet bereit, um den Atemschutzgeräteträgern aus der Einsatzkleidung zu helfen und ihnen unbelastete Kleidung zu geben.

Dafür wird auch ein Zelt auf dem Mannschaftstransportwagen mitgeführt. Die Einsatzkräfte berühren selbst nicht die kontaminierte Kleidung, die gesondert gereinigt wird. Eine klare Veränderung zum bisherigen Vorgehen in solchen Fällen, erklärte Sauerland: „Früher haben wir die Sachen einfach zum Waschen mit nach Hause genommen. Das geht bei den heute verwendeten Materialien natürlich nicht mehr, wenn diese bei Feuer Schadstoffe freisetzen.“

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