Warnung vor leichtsinnigem Handeln

Feuerwehr warnt: Waldbrandgefahr ist stark angestiegen

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Kamen beim Waldbrand in Elvershausen zum Einsatz: Bundeswehrhubschrauber vom Typ CH 53 am Northeimer Kiessee mit Löschwasser-Außenlastbehältern.

Northeim/Uslar. Bei Temperaturen von über 30 Grad in der Region ist die Waldbrandgefahr in Teilen des Landkreises Northeim bis auf Stufe vier von fünf geklettert.

Kreisbrandmeister Bernd Kühle warnt deshalb vor Leichtsinn im Umgang mit Feuer, der verheerende Folgen haben kann.

„Das Rauchen und Grillen im Wald ist verboten“, betont Kühle. Achtlos weggeworfene Zigarettenkippen können bei der seit langem anhaltenden Trockenheit schnell Brände, nicht nur im Wald auslösen, die sich bei der Trockenheit rasch ausbreiten können. Absolut verboten seien auch die Himmelslaternen, die aufsteigen, aber „irgendwann auch wieder runterkommen und dann schnell Brände auslösen können“, sagt Kühle.

Um dann helfen zu können, ist die Feuerwehr auf Mithilfe aus der Bevölkerung angewiesen. „Die Zufahrten zu Waldgebieten müssen für unsere Großfahrzeuge freigehalten werden“, erklärt der Kreisbrandmeister.

App kann helfen

Außerdem sollten Anrufer, die Feuer oder Rauch entdecken, direkt handeln und den Notruf absetzen. „Mit der Bürgerinformations- und Warn-App Biwapp, die der Landkreis Northeim anbietet, können Anrufer ihren genauen Standort bestimmen“, erklärt Kai Reichelt, Leiter der Einsatzleitstelle des Landkreises. Das Programm gibt es kostenfrei für Android- und iOS-Geräte. Grundsätzlich erfragen die Disponenten beim Notruf aber alle notwendigen Informationen, um schnell Hilfe schicken zu können.

Dass Kühle etwas entspannter auf die Waldbrandsaison blickt, liegt auch an den Investitionen von Städten, Gemeinden und Landkreis. „Die Wasserbeförderung hat sich deutlich verbessert. Höckelheim hat jetzt ein Tanklöschfahrzeug mit 4000 Litern Wasser, wir haben viele neue Tragkraft-Spritzenfahrzeuge mit Wassertank und sechs Schlauchwagen mit je zwei Kilometern Schlauch.“ 

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