Northeimer Feuerwehr will Migranten für ihre Arbeit begeistern

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Ein türkischer Mitbürger bei der Feuerwehr: Menschen mit Migrationshintergrund möchte die Northeimer Kreisfeuerwehr verstärkt für die Arbeit begeistern. (Symbolbild)

Northeim. Die Kreisfeuerwehr Northeim möchte in Sachen Mitgliederwerbung neue Wege gehen und junge Menschen mit Migrationshintergrund für die Feuerwehr begeistern.

Nach Ansicht von Kreisbrandmeister Bernd Kühle könnte dafür das sogenannte Osnabrücker Modell Vorbild sein, bei dem engagierte Bürger als Integrationslotsen eine Brückenfunktion zwischen Migranten und den öffentlichen Einrichtungen wie zum Beispiel der Feuerwehr übernehmen.

„Bei Einsätzen, Übungen oder Vorführungen der Feuerwehr stellen wir immer wieder fest, dass es auch bei Kindern und Jugendlichen nicht deutscher Herkunft großes Interesse für die Arbeit der Feuerwehren gibt“, sagt Kühle. Doch der Eintritt in eine Kinder- oder Jugendfeuerwehr scheitere oftmals an den Eltern, weil die keinerlei Vorstellungen davon hätten, wie Feuerwehren in Deutschland arbeiten und organisiert sind.

„Ein Integrationslotse, der vielleicht sogar Mitglied einer Feuerwehr ist, könnte da viel bewegen“, ist sich Kühle sicher. Demnächst werde die Kreisfeuerwehr in diesem Zusammenhang Kontakt zum Ausländerbeirat des Landkreises aufnehmen und nach Möglichkeiten suchen, mit den Eltern ins Gespräch zu kommen.

Um insgesamt erfolgreicher bei der Mitgliederwerbung zu sein, müsse die Feuerwehr selbstkritisch darüber nachdenken, wie sie sich nach außen darstellt, meint Kühle und verweist auf einen Artikel in der Feuerwehrfachzeitschrift „Brandschutz“, in der Hermann Schröder, Landesbranddirektor in Baden-Württemberg, dieses Thema aufgreift.

Schröder empfiehlt darin, bei der Werbung um neue Mitglieder „die guten Seiten der Feuerwehr“ mehr in den Fokus zu stellen.

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