Ausschuss lässt Dienstbücher prüfen

Feuerwehrhaus Berwartshausen: Neubau rückt in weite Ferne

Seit 20 Jahren Anlass zur Diskussion: die Unterkunft der Freiwilligen Feuerwehr Berwartshausen in einem Scheunenanbau. Doch eine Lösung ist weiter nicht in Sicht. Archiv
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Seit merh als 20 Jahren Anlass zur Diskussion: die Unterkunft der Freiwilligen Feuerwehr Berwartshausen in einem Scheunenanbau. Doch eine Lösung ist weiter nicht in Sicht.

Die Freiwillige Feuerwehr Berwartshausen muss sich weiter gedulden: Wie die Stadtverwaltung Northeim auf HNA-Anfrage betonte, sei man gezwungen, die Planungen für den Neubau eines Feuerwehrhauses in der 80-Einwohner-Ortschaft nach der deutlichen Absage durch die Politik komplett auf Eis zu legen.

Berwartshausen - Trotz großer Bemühungen von Northeims Bürgermeister Simon Hartmann, der nach einem Runden Tisch zum Thema eine externe Kostenermittlung für den zunächst mit 1,2 Millionen Euro veranschlagten Neubau vorgeschlagen hatte, habe es vom Verwaltungsausschuss des Northeimer Rates dafür eine Absage gegeben.

Vielmehr habe der Verwaltungsausschuss mehrheitlich beschlossen, die Dienstbücher der Berwartshäuser Feuerwehr durch das Rechnungsprüfungsamt der Stadt Northeim überprüfen zu lassen.

Welchen Hintergrund diese Überprüfung hat, ließ die Stadtverwaltung aber offen. In der Vergangenheit hatten die Berwartshäuser Feuerwehr und auch der Stadtbrandmeister immer wieder betont, dass die Ortswehr auf jeden Fall einsatzbereit sei – daran hatte es allerdings in der Öffentlichkeit auch oftmals Zweifel gegeben.

In einer Sitzung des von Hartmann initiierten Runden Tisches sei noch einmal deutlich geworden, so Hartmann, dass eine Sanierung oder Erweiterung der bestehenden Immobilie nicht möglich sei. Die Mitglieder des Runden Tisches, darunter Einwohner von Berwartshausen sowie Vertreter aus Politik und Feuerwehr, hatten laut Hartmann darum gebeten, Alternativen für die Unterbringung der Feuerwehr Berwartshausen zu prüfen – einen Feuerwehrhaus-Neubau aber nicht befürwortet.

Im Zusammenhang mit der seit vielen Jahren anhaltenden Diskussion um das Feuerwehrhaus Berwartshausen war auch die Frage aufgekommen, warum die Berwartshäuser nicht das leer stehende Feuerwehrhaus in der nur zwei Kilometer entfernten Nachbarortschaft Schnedinghausen nutzen. Dazu betont die Northeimer Stadtverwaltung, dass die Feuerwehr-Unfall-Kasse (FUK) zum einen das Haus in Schnedinghausen als ungeeignet eingestuft habe, zum anderen sei das Grundstück bereits im Jahr 2019 verkauft worden.

Laut Beschluss des Northeimer Stadtrates wurde die Stadt Northeim damit beauftragt, im Haushalt 2022 die Beschaffung eines neuen Tragkraftspritzenfahrzeugs mit Wassertank für die Feuerwehr Berwartshausen einzuplanen. Das Problem: Das neue, größere Einsatzfahrzeug würde nicht in die aktuelle Feuerwehrgarage passen.

Zu der aktuell komplett verfahrenen Situation betont Bürgermeister Hartmann: „Es bedarf jetzt eines klaren, politischen Votums hinsichtlich der Zukunft der Feuerwehr Berwartshausen.“ (kat)

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