148 Flüchtlinge beziehen Unterkunft in Dassel

Archivfoto: privat

Dassel. Die ersten Flüchtlinge sind am Sonntag in der ehemaligen Schule in Dassel angekommen. Jetzt muss noch die Heizungsanlage in Betrieb genommen werden.

148 Flüchtlinge sind am Sonntagmorgen in der Notunterkunft im ehemaligen Gebäude der Rainald-von-Dassel Schule in Dassel eingetroffen. Die Flüchtlinge waren nach Mitteilung der Northeimer Kreisverwaltung aus Passau mit dem Zug nach Elze gefahren, von wo aus sie mit drei Bussen nach Dassel weiterreisten. Die geflüchteten Menschen stammen überwiegend aus Syrien, Afghanistan und dem Irak, wobei auch Somalia, der Iran und der Libanon sowie Kuweit als Herkunftsländer angegeben wurden.

Nach der Ankunft wurden die Flüchtlinge zunächst verpflegt, bevor sie in Gruppen registriert und anschließend medizinisch untersucht wurden, so Kreissprecher Dirk Niemeyer.

Das Deutsche Rote Kreuz, das die Notunterkunft für den Landkreis Northeim betreibt, organisierte und koordinierte die Aufnahme in der Einrichtung. Unterstützung gab es auch von Seiten der Feuerwehr, dem THW und der Polizei, so dass letztlich am Sonntag 60 überwiegend ehrenamtliche Helfer vor Ort waren. Hinzu kamen 20 Dolmetscherinnen und Dolmetscher, die sich ebenfalls freiwillig zur Verfügung gestellt hatten.

Auch der Erste Kreisrat Dr. Hartmut Heuer war am Sonntag in Dassel dabei: „Ich war überrascht, dass es sich bei den Flüchtlingen in einem relativ hohen Anteil um Familien und Familienverbände handelt“. Rund ein Drittel der Flüchtlinge sind Kinder und Jugendliche, um einige unbegleitete Minderjährige kümmere sich das Jugendamt, so Dr. Heuer weiter.

Ziel: Heimreise

Laut DRK hätten einige Flüchtlinge bereits bei der Registrierung erklärt, dass sie in die skandinavischen Länder oder andere Ziele in Deutschland weiterreisen wollen. Auch die Absicht zur späteren Rückkehr in die Heimatländer sei von einigen bereits bei der Aufnahme geäußert worden.

Unter Hochdruck werde derzeit noch daran gearbeitet, die Heizungsanlage für das ehemalige Schulgebäude wieder in Betrieb zu nehmen. Aktuell fehle noch der erforderliche Gasanschluss, der jedoch im Laufe des Montag erstellt werden sollte. Bisher wurde die Notunterkunft mit Bauheizlüftern beheizt. (kat)

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