Zuständigkeits-Streit: Altes Forsthaus auf dem Goseplack wartet seit Jahren auf Reparatur des Weges

Forst flickt marode Hotel-Zufahrt

So tief: Stefan Fricke vom Ringhotel Altes Forsthaus auf dem Goseplack zeigt die großen Löcher in der Zufahrt zum Parkplatz seines Hauses. Die Landesforsten wollen nun Abhilfe schaffen. Foto: Schneider

Goseplack. Stefan Fricke und seine Frau Claudia ärgern sich seit Jahren über die Mondlandschaft vor dem Parkplatz ihres Hotels Altes Forsthaus auf dem Goseplack. Die Forststraße, über die man von der Hauptstraße auf den Parkplatz gelangt, ist mit riesengroßen Schlaglöchern übersät.

Der Weg, der den Landesforsten gehört, ist wegen der Schlaglöcher und seines Zustands zu einem Streitobjekt geworden. Doch die Straßenbauverwaltung – offizieller Name: Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Gandersheim – hat ihn während des Neubaus der Bundesstraße 241 über den Bollert als Baustraße genutzt. Die Forst vertritt daher die Meinung, dass die Straßenbaubehörde auch für die Reparatur aufkommen müsse. Die Behörde in Bad Gandersheim sieht das aber anders.

Anfrage der HNA

Aufgrund einer Nachfrage der HNA in der Angelegenheit, kommt jetzt Bewegung ins Spiel: Die Landesforsten wollen den Teil des Weges im Bereich des Grundstücks der Hotelanlage reparieren lassen. Ulrich Dube, Verwaltungsdezernent beim Forstamt Münden, kündigte an, dass die Landesforsten sich entschlossen haben, den Wegabschnitt im Bereich der Zufahrt zum Hotel zu reparieren. Die Landesforsten wollten sich nicht den Vorwurf gefallen lassen, sie würden untätig sein, sagte Ulrich Dube auf Anfrage. Der untere Abschnitt des Weges soll schon in Kürze in Angriff genommen werden. Dezernent Dube: „Das könnte in den nächsten beiden Wochen passieren.“ Der Verwaltungsdezernent bestätigte, dass sich Landesforsten und Straßenbaubehörde über den Fall aber weiter streiten.

Die Behörde hat ihrerseits bestätigt, die Zufahrt als Baustraße genutzt zu haben. Hierfür sei sie explizit für die Nutzung von Baufahrzeugen hergerichtet und nach Beendigung der Maßnahme wiederum instand gesetzt worden, heißt es in einer Stellungnahme aus Bad Gandersheim.

Die Behörde fügt hinzu, dass die Zufahrt bereits vor der Bundesstraßenverlegung lediglich geschottert war, demzufolge sei keine Substanzverschlechterung eingetreten.

Und: Die alte B 241, an der das Alte Forsthaus liegt, sei durch Abstufung an die Stadt Hardegsen gegangen, die Straßenbauverwaltung also für diesen Straßenabschnitt nicht mehr zuständig.

In Bezug auf die Zufahrt würden ohnehin niemals irgendwelche Ansprüche der Grundstückseigentümer an die Straßenbauverwaltung bestehen – mal abgesehen von der Nutzung der Zufahrt während der Bauzeit.

Autos setzen schon auf

Stefan und Claudia Fricke vom Ringhotel Altes Forsthaus hoffen nun auf baldigen Reparaturbeginn. Denn: Mittlerweile setze man schon mit normalen Autos auf, wenn man nicht aufpasst. Zudem würden sich alle Gäste grundsätzlich ihre Wagen einsauen. Das schade dem Ruf ihres Hauses. (fsd)

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