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Frauenhaus im Landkreis Northeim öffnet im April

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Von: Olaf Weiss

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 Ein als Silhouette abgebildeter Mann würgt eine Frau (gestellte Szene)
Ein als Silhouette abgebildeter Mann würgt eine Frau (gestellte Szene) (Symbolbild) © Jan-Philipp Strobel/ dpa

Das Frauenhaus im Landkreis Northeim soll ab April Schutz suchende Frauen aufnehmen. Das gab die Kreisverwaltung jetzt in einer Sitzung des Kreistags-Sozialausschusses bekannt. Allerdings kann das Frauenhaus dann wohl zunächst nur eine Frau mit Kindern aufnehmen.

Northeim – Geplant ist das Frauenhaus mit insgesamt acht Plätzen für Frauen, die vor gewalttätigen Partnern Schutz suchen. Das Haus voll zu belegen, soll bis Endes des Jahres möglich sein, sagte die Sprecherin der Kreisverwaltung, Tanita Schebitz, auf Anfrage.

Im Februar soll zunächst eine Wohneinheit mit eigener Küche und Bad fertig werden, in der eine Frau mit Kindern unterkommen kann. Im Laufe des Aprils wird dann laut Mitteilungsvorlage für den Sozialausschuss eine zweite Wohnung fertiggestellt. Sie werde zwei Frauen mit Kindern Platz bieten. Ebenfalls im April sollen außerdem die Arbeiten an einem barrierefreien Geschoss abgeschlossen werden. Dort sollen drei Plätze sowie ein Beratungs- oder Spielzimmer oder aber vier Plätze entstehen.

Aktuell laufen außerdem noch Renovierungsarbeiten an dem Raum, den Mitarbeiterinnen des Frauenhauses als Büro nutzen sollen. Die Außensicherung des Gebäudes soll voraussichtlich erst ab April installiert werden.

Mit dem Betrieb des Frauenhauses hat der Landkreis die Werk-statt-Schule beauftragt (wir berichteten). Allerdings hapert es noch bei der Besetzung des Personals. Laut Kreisverwaltung ist aktuell erst eine von zwei Fachkräften für die Beratung und Betreuung gefunden.

Die Besetzung einer geplanten Stelle für Kinderbetreuung war bisher auch noch nicht möglich. „Wir sind zuversichtlich, dass die Besetzung der Stelle alsbald erfolgen kann.“, betonte Schebitz. Außerdem soll es eine halbe Stelle für die Verwaltung und eine Zweidrittel-Stelle für Reinigung und Hausmeisterdienste geben.

Das Frauenhaus in Göttingen ist bisher jährlich mit 6300 Euro vom Landkreis Northeim unterstützt worden. Der Sozialausschuss empfahl dem Kreisausschuss einstimmig, diese Förderung mit Ablauf dieses Jahres zu beenden.

Für den Betrieb des eigenen Frauenhauses will der Landkreis jährlich 409 000 Euro aufwenden. Darin sind die Kosten für die Immobilie enthalten. Im Kreishaus erwartet man allerdings auch eine erhebliche Unterstützung vom Land Niedersachsen für die laufenden Kosten der Einrichtung. (Olaf Weiss)

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