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Fredelsdorfer Klosterwiesn wechselte in die Halle

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Von: Roland Schrader

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Trophäen für die Sieger: Treffsicher waren (von links) Florian Kraus, Marc Meyer, Holger Reichelt, Matthias Ilse, Sven Koschmieder und Walter Henne. © Roland Schrader

Fredelsloh. Temperaturen um die 12 Grad Celsius und Regen schreckten Hunderte Musikfans und Freunde der bayerischen Lebensart am Wochenende nicht, die Fredelsloher Klosterwiesn zu besuchen.

Der Musikzug hatte die Klosterwiesn kurzerhand von der Klosterkirchen-Wiese ins die riesige Fahrzeughalle der Firma Nüske verlegt.

„Die Halle lädt nicht minder zum Feiern eines Oktoberfestes ein“, sagte der Musikzug-Chef Bernd Henne bei der Begrüßung vor 200 Gästen. Zum dritten Mal nach 2004 und 2010 musste die Wiesn ins „Nüske-Zelt“ verlegt werden. Er dankte Herbert Nüske für die Bereitschaft, die Halle zur Verfügung zu stellen.

„Interessant ist, dass in Northeim ein kommerzielles Oktoberfest, dass vermutlich durch die Stadt unterstützt wird, aus technischen Gründen abgesagt wurde. Vielleicht hat die Vorverkaufskasse geklemmt. Ein Schelm, der Böses dabei denkt“, stellte Henne grinsend fest.

Zur Eröffnung gehörte auch der traditionelle Bierfassanstich, den dieses Mal der Fredelsloher und ETT-Geschäftsführer Thomas Wedemeyer ausführen durfte. Nach wenigen Schlägen floss das Bier unaufhaltsam, da der Absperrhahn kaputt war. Viele Gäste waren mit ihren Gläsern aber schnell zur Stelle, um das Freibier zu genießen.

Bürgerkönig

Wie es seit 18 Jahren Tradition ist, wird auf der Wiesn der Bürgerkönig proklamiert. Die Auswertung musste laut Schützengilde-Chef Walter Henne mit der Maschine erfolgen, da die besten drei Teilnehmer eine Zehn trafen.

Matthias Ilse hatte mit 10,6 Ring den besten Treffer, vor Claudia Schieffer (10,3) und Maike Bosse (10,2).

Am Dienstag wird um 19.30 Uhr die Königsscheibe am Wohnhaus von Gewinner Matthias Ilse angebracht, wozu alle Fredelsloher eingeladen sind.

Den Pokal der Könige sicherte sich Sven Koschmieder (Neun/1667er-Teiler), der im Vorjahr die Königskette tragen durfte. Kristina Falke (Neun/1678er-Teiler) und Giesela Miehlke (8,6) hatten das Nachsehen. Gut war, so Henne, die Beteiligung am Mannschafts-Pokal-Schießen: 21 Teams, fünf mehr als im Vorjahr, waren dabei.

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Da floss das Bier: Thomas Wedemeyer übernahm den Bierfassanstich. Wilfried Schröder und Bernd Henne assistierten ihm. © Roland Schrader

Lange Luftballonreise

Am Ende holte sich die Mannschaft „Essen Trinken Tanzen“ den Pokal mit 215,4 Ring. Zum Team gehören Marc Meyer, Fabian Scheming, Benjamin Hirr, Jannik Schlüpmann und Franziska Otto. Auf den Rängen folgten Musikzug Fredelsloh IV (211,8) und Nüske GmbH (211,5). Beim Luftballonwettbewerb gab es einen Rekord zu vermelden: Der Ballon von Greta Koschmieder flog 408 Kilometer weit bis nach Stolzheim (Frankreich).

Nach und nach füllte sich das Wiesn-Zelt, in dem der Musikzug und später das Disko-Team Eventmusic am ersten Wiesn-Tag bis spät in die Nacht für Stimmung sorgte. 

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