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Brand in Wohnhaus: Bewohner stirbt an Rauchgasvergiftung

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Von: Kathrin Plikat

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Wohnhausbrand Fredelsloh Löscharbeiten
Großeinsatz in Fredelsloh: Am Donnerstagabend geriet ein Wohnhaus in Brand. Die Bewohner konnten gerettet werden. © Konstantin Mennecke/Kreisfeuerwehr

Gestern Donnerstagabend kommt es in Fredelsloh zu einem heftigen Brand in einem Wohnhaus. Die Feuerwehr muss mehrere Menschen aus dem Gebäude retten.

Fredelsloh – Bei einem Wohnhausbrand am Donnerstagabend (17.03.2022) in Fredelsloh ist ein 69-jähriger Bewohner ums Leben gekommen. Polizei Northeim und Staatsanwaltschaft Göttingen teilten Freitagmittag mit, der 69-Jährige habe bei dem Brand eine Rauchgasvergiftung erlitten, in deren Folge er am Freitagmorgen in einer Klinik verstorben sei.

Auch ein 38-jähriger Bewohner und eine 91-jährige Bewohnerin erlitten Rauchgasvergiftungen, die 91-Jährige zusätzlich Brandverletzungen. Ein 68-jähriger Nachbar habe ebenfalls Rauchgas eingeatmet, ebenso ein 18-jähriger Feuerwehrmann. Beide kamen laut Polizei ebenfalls ins Krankenhaus.

Die Brandursache steht noch nicht fest. Den Sachschaden gibt die Northeimer Polizei mit etwa 150 000 Euro an. Die Polizei hat die Brandstelle für weitere Ermittlungen beschlagnahmt.

Brand in Fredelsloh: Feuerwehr rettet Bewohner aus brennendem Haus

Gegen 21 Uhr hatten Anrufer über Notruf ein brennendes Wohnhaus in der Straße „Am Nonnenbach“ in Fredelsloh gemeldet. Schon kurz danach seien Flammen aus den Fenstern des Hauses geschlagen, wenig später habe das Haus bereits im Vollbrand gestanden, so ein Polizeisprecher.

Als die ersten Feuerwehrleute eintrafen, so Konstantin Mennecke von der Kreisfeuerwehr Northeim, sei ihnen ein stark verrußter Hausbewohner entgegengekommen und habe berichtet, dass zwei weitere Bewohner vermisst werden. Unter Atemschutz habe die Feuerwehr dann sofort mit der Menschenrettung begonnen und die zwei Bewohner wenig später aus dem Haus holen und an den Rettungsdienst übergeben können.

Notfallseelsorger kümmert sich bei Brand in Fredelsloh um Anwohner

Parallel zur Menschenrettung habe die Brandbekämpfung im Mittelpunkt gestanden, für die alle Feuerwehren der Stadt Moringen sowie die Drehleitern der Kreisfeuerwehr und der Stadt Northeim alarmiert wurden. Zur Sicherstellung einer ausreichenden Anzahl von Atemschutzgeräteträger sei zudem die Ortsfeuerwehr Höckelheim nachgefordert worden, so Mennecke weiter.

Zur Betreuung von Anwohnern und auch von Einsatzkräften war vor Ort ein Notfallseelsorger eingesetzt. Moringens Bürgermeisterin Heike Müller-Otte war in der Nacht ebenfalls vor Ort und bedankte sich bei den Einsatzkräften. Der Brand war gegen 2.15 Uhr gelöscht, im Einsatz waren neben der Polizei Northeim 120 weitere Rettungskräfte. (Kathrin Plikat)

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