Am Jahresende ist Schluss

Freizeitheim Silberborn: Kreistag beschließt Verkauf

Jugendfreizeitheim Silberborn Träger ist der Landkreis Northeim Freizeitheim Jugend-Freizeitheim
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Schließt zum Jahresende: Das Freizeitheim in Silberborn. 

Northeim. Der Landkreis Northeim wird den Betrieb des Jugendfreizeitheims Silberborn im Solling Ende des Jahres einstellen und verkaufen.

Das entschied der Kreistag am Freitag mit großer Mehrheit gegen die sechs Stimmen von Grünen, AfD, Linken und Northeim 21 bei Enthaltung von Joachim Stünkel (CDU). Bevorzugt werden soll ein Käufer, der seinen Schwerpunkt im Bereich Jugend setzt.

Zu Beginn der Sitzung machte der Vorsitzende des Turnkreises Northeim-Einbeck, Heinz-Willi Elter, noch einmal die große Bedeutung des Freizeitheims für die Jugendarbeit deutlich. Zuhörerin Friederike Kaiser aus Fürstenhagen warnte, dass ein wichtiger Standort für die Umweltbildung aufgegeben werde. Landrätin Astrid Klinkert-Kittel machte geltend, es gebe einen Investitionsbedarf von zwei Millionen Euro unter anderen, um die Barrierefreiheit herzustellen, und für die Umweltbildung gebe es in Stadtoldendorf das Waldpädagogikzentrum der Landesforsten.

Bernd von Garmissen (CDU) verwies auf das jährliche Defizit von über 300 000 Euro und betonte, dass das Stiftungsgeld der EAM in Höhe von 1,2 Millionen für die Jugendarbeit sinnvoller eingesetzt werden könne. Ludwig Binnewies (SPD) sagte, dass der Landkreis inzwischen jede Übernachtung mit 25 Euro bezuschussen müsse. Manfred Schön (fraktionslos) betonte, dass nur noch 20 Prozent der Gäste in Silberborn aus dem Landkreis kommen würde. Christian Grascha (FDP) forderte, die Zeit für die Suche nach attraktiven Nachfolgeangeboten zu nutzen.

Johannes Antpöhler (Grüne) beantragte erfolglos eine Verschiebung des Beschlusses, um Zeit für „kreative Lösungen“ zu gewinnen. AfD-Vertreter Maik Schmitz begründete seine Ablehnung damit, dass sich ein „runder Tisch“ Gedanken über die Zukunft des Heims machen solle. Lothar Baumelt (Northeim 21) kritisierte die „späte Herstellung von Öffentlichkeit“ im Vorfeld des Beschlusses. 

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