Friedwald soll auf den Friedhof

Sudershäuser Ortsrat startet Vorstoß für kurze Wege - Kapelle muss dringend saniert werden

Sudershausen. Der Friedhof und die Kapelle in Sudershausen befinden sich nicht im besten Zustand. Das soll sich jedoch ändern, erläuterte Ortsbürgermeister Jürgen Stierand nach der jüngsten Sitzung des Ortsrats.

Dabei haben die Sudershäuser ein besonderes Ziel vor Aufen. Sie wollen auf einer freien und mit Bäumen bewachsenen Fläche auf dem Friedhof einen Friedwald einrichten. „Das wäre ideal für diese immer beliebter werdende Bestattungsform, weil die Hinterbliebenen dann besonders kurze Wege zu den Verstorbenen hätten“, kommentiert der Ortsbürgermeister dieses Vorhaben. Auf dem Friedhof muss vorab noch einiges mehr erledigt werden. So befindet sich die Kapelle in einem schlechten Zustand. Das fängt bei der Eingangstür an und endet an der Decke, durch die das Dämmmaterial herunterfällt. „So ist vor jeder Trauerfeier erstmal Großreinemachen angesagt.“

Auf dem Friedhof müssten Wege erneuert und Hecken beseitigt werden, die nichts außer Arbeit durch die Instandhaltung verursachen würden. Jetzt sei es wichtig, dass die Gemeinde Prioritäten setze, nachdem die Dörfer – und das ist laut Stierand unstrittig – in Friedhofsangelegenheiten gegenüber Nörten bislang erheblich im Hintertreffen gewesen seien.

Aufrüsten und verschönern wollen die Sudershäuser auch ihren Spielplatz neben dem Dorfgemeinschaftshaus. Hinzu kommt ein Kinderspielhaus, das 2800 Euro kostet und speziell für kleinere Kinder gedacht ist. Ein Drittel der Summe soll aus dem Erlös des traditionellen Weihnachtsmarktes finanziert werden, der Rest über den Gemeindehaushalt. „Für uns ist diese Verbesserung wichtig, denn der Spielplatz ist nicht nur ein wichtiger Treffpunkt für die Mädchen und Jungen, sondern auch als Austausch für deren Eltern.

Nicht einverstanden sind die Mitglieder des Ortsrats damit, dass die Gemeinde mit Blick auf die Kommunalwahlen im Herbst kommenden Jahres die Anzahl der Mandatsträger in den Dorfparlamenten reduzieren könnte. „Das wäre der falsche Weg“, lautet der passende Kommentar von Jürgen Stierand, denn wenn die Zahl eingeschränkt würde, werde sich das auch auf das Engagement negativ auswirken. Für Sudershausen sieht der Ortsbürgermeister aktuell keine Probleme, die neun vorhandenen Mandate wieder komplett zu besetzen.

Von Hans-J. Oschmann

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