Existenzängste in Betrieben

Friseure: Auch im Kreis Northeim boomt die Schwarzarbeit

Friseur Haare Langhaarschneider
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Coronavirus: Auch im Landkreis Northeim boomt im Friseurhandwerk die Schwarzarbeit.

„Die Schwarzarbeit im Friseurhandwerk blüht. Da muss man sich keinen Illusionen hingeben“. Das sagt Hans-Jürgen Erkert, Obermeister der Friseur-Innung Northeim-Einbeck.

Northeim - Natürlich blickt Erkert kritisch auf diese Entwicklung im inzwischen zweiten Lockdown während der Corona-Pandemie: Er, wie auch die Landesinnung der Friseure, befürchten, dass sich diese „Kunden“ auch nach Wiedereröffnung der Betriebe weiterhin „schwarz“ die Haare machen lassen, unter anderem, weil das kostengünstiger ist.

Erkert: „Es wäre doch schlimm, wenn so Corona-Infektionen in den privaten Bereich geschleppt werden. Eine Nachverfolgung von Infektionsketten ist so natürlich nicht mehr möglich“. Der Obermeister und auch der Verband auf Landesebene appellieren daher an die Kunden, weiter zusammen mit den Friseurbetrieben bis zur Wiedereröffnung auszuharren.

Wann das allerdings soweit ist, vermag auch Erkert nicht zu sagen. Er wünscht sich natürlich, dass es so schnell wie möglich passiert. Bedenken, dass es in den Salons zu Infektionen kommen kann, hat er nicht – allein schon wegen der sehr guten Hygienekonzepte, die die Betriebe im Landkreis bereits nach dem ersten Lockdown im Frühjahr erarbeitet hatten.

Unter den Friseuren gibt es nach seinen Worten inzwischen erhebliche Existenzängste. Schon mehrere Saloninhaber hätten sich bei ihm gemeldet und von ihren Sorgen berichtet. Erkert: „Den Betrieben steht das Wasser bis zum Hals.“ Das liege aber auch daran, dass die zugesagten Finanzhilfen immer noch nicht richtig fließen. (kat)

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