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„Fühle mich zu Hause“

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Blick fürs Detail: Am Taufbecken der Fredelsloher Klosterkirche hat Peter Büttner eine segnende Hand entdeckt. Diese und weitere Besonderheiten in den übrigen Gotteshäusern der Gemeinde möchte er in den Mittelpunkt einer Predigtreihe stellen. Foto: Mönkemeyer
Blick fürs Detail: Am Taufbecken der Fredelsloher Klosterkirche hat Peter Büttner eine segnende Hand entdeckt. Diese und weitere Besonderheiten in den übrigen Gotteshäusern der Gemeinde möchte er in den Mittelpunkt einer Predigtreihe stellen. Foto: Mönkemeyer

Fredelsloh. Peter Büttner ist seit April als neuer Pastor der Trinitatis-Kirchengemeinde Leine-Weper tätig und hat in Fredelsloh die Nachfolge des Pastorenehepaars Flanz angetreten. Vorher war er fünf Jahre lang für sechs deutsche Kirchengemeinden von Birmingham aus zuständig. Wir haben uns mit ihm über den Wechsel von der englischen Millionenstadt ins Töpferdorf mit 956 Einwohnern unterhalten.

Herr Büttner, der Wechsel war für Sie und Ihre Frau sicher eine große Umstellung. Sind Sie schon in Fredelsloh angekommen?

Peter Büttner: Ja, auf jeden Fall. Wir fühlen uns hier schon nach den ersten vier Wochen zu Hause, weil uns die Aufnahme hier leicht gemacht wurde – von meinem Kollegen Dirk Grundmann, vom Kirchenvorstand und auch von den Menschen hier im Ort.

Was hat Sie bewogen, die frei gewordene Stelle hier in Fredelsloh zu übernehmen?

Büttner: Die Stelle in England war befristet. Und da diese Zeit nun rum war, war ich auf der Suche nach einer neuen Aufgabe. Von Superintendent Heinz Behrends, der wie ich für den NDR Radioandachten produziert, habe ich dann erfahren, dass hier in Fredelsloh eine Stelle frei ist, die nahezu alles in sich vereint, was meine Frau und ich wollten.

Nämlich?

Büttner: Eine interessante Arbeit in einer Kleinstadt oder in einem Dorf.

In der Trinitatis-Gemeinde sind Sie aber nicht nur für Fredelsloh zuständig. Hat es Sie nicht ein wenig abgeschreckt, dass Sie wahrscheinlich viel im Gemeindegebiet unterwegs sein werden?

Büttner (lacht): Nein, denn in Birmingham war ich für ein weitaus größeres Gebiet zuständig. Etwa 40 Prozent meiner Arbeitszeit habe ich dort im Auto verbracht, wobei ich pro Woche zwischen 600 bis 800 Kilometer unterwegs war. Ich gehe daher davon aus, dass ich hier weitaus mehr Zeit haben werde, um mich auf meine eigentlichen Aufgaben zu konzentrieren. Außerdem hat eine Großgemeinde, wie sie hier geschaffen wurde, einen ganz besonderen Reiz für mich.

Inwiefern?

Büttner: Bevor ich nach England ging, war ich Pastor in Seelze bei Hannover, wo es auch eine enge Zusammenarbeit mehrerer Gemeinden gab. Damals kam es aus unterschiedlichen Gründen nicht zu einer Fusion, wie sie hier in Moringen gelungen ist. Die Tatsache, dass so viele Menschen, Kirchen und Kapellen zu der Gemeinde gehören bietet eine riesige Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten für die Gemeindearbeit.

Für welche Teile der Gemeinde werden Sie künftig zuständig sein?

Büttner: Ich habe mich Dirk Grundmann darauf verständigt, dass wir die Zuständigkeitsgrenze quasi auf der Langen Straße in Moringen ziehen werden. Ich werde für die Ortschaften Fredelsloh, Espol, Lutterbeck, Nienhagen und Oldenrode sowie die Kernstadt westlich der Langen Straße zuständig sein.

Gibt es schon Ziele, die Sie sich für ihre Arbeit hier in der Gemeinde vorgenommen haben?

Büttner: Zunächst steht für mich natürlich noch das Kennenlernen der Menschen im Vordergrund und das Entdecken unseres schönen neuen Wohnortes. Aber dann möchte ich schon einige neue Dinge versuchen.

Zum Beispiel?

Büttner: Die Vielfalt der acht Kirchen und Kapellen würde ich zum Beispiel gern in einer Predigtreihe in den Mittelpunkt stellen, denn bei diesen Gotteshäusern handelt es sich um wahre Kleinode, die Kostbarkeiten enthalten. Der hintere Raum der Fredelsloher Klosterkirche schreit zum Beispiel förmlich danach, für die kirchliche Arbeit genutzt zu werden. Außerdem möchte ich im Juli und August den Fredelsloher Gästen musikalische Andachten anbieten, die sonntags um 15 Uhr stattfinden. Ich könnte mir auch vorstellen einen Stammtisch mit Pastor ins Leben zu rufen, bei dem dann über Gott und die Welt gesprochen wird.

Was macht Pastor Peter Büttner in seiner Freizeit?

Büttner: Ich interessiere mich für klassische Musik und habe während meines Studiums als Platten- und Konzertkritiker Geld verdient. Außerdem lese ich gern Krimis. Darüber hinaus reise ich gern und könnte mir vorstellen, hier in der Gemeinde zusammen mit meiner Frau Studienreisen zu organisieren.

Von Niko Mönkemeyer

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