Einsatz insbesondere für die Dörfer

Lennart Hengst ist mit 19 Jahren das jüngste Mitglied im Stadtrat Moringen

Vor dem Wahrzeichen von Fredelsloh: Der 19-jährige Lennart Hengst ist jüngstes Mitglied Stadtrat Moringen und will ein Sprachrohr für die Jugend sein.
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Vor dem Wahrzeichen von Fredelsloh: Der 19-jährige Lennart Hengst (SPD) ist jüngstes Mitglied Stadtrat Moringen und will ein Sprachrohr für die Jugend sein.

Wenn der neue Rat der Stadt Moringen erstmals zusammentritt, wird auch Lennart Hengst mit am Tisch sitzen. Der Fredelsloher ist mit 19 Jahren das jüngste Mitglied sowohl im Rat als auch im Ortsrat des Töpferdorfes.

Moringen - „Ich will vor Ort mitgestalten und dafür sorgen, dass die Dörfer lebenswert bleiben, um der Dorfflucht entgegenzuwirken“, sagt Lennart Hengst. Er ist seit zwei Jahren Mitglied der SPD und will sich nicht nur für seinen Ort, sondern für die ganze Stadt einsetzen.

So müsse seiner Ansicht nach überall eine gute Infrastruktur wie schnelles Internet vorgehalten werden. „Das Internet muss überall so schnell sein, dass man vernünftig von zu Hause arbeiten kann“, sagt Hengst, der Deutsch und Geschichte an der Göttinger Universität studiert. Er ist im dritten Semester an der Uni, hatte aber bisher überwiegend Homeoffice. Sein Berufswunsch ist nicht Lehrer, sondern Journalist.

Nach Göttingen zu ziehen, komme für ihn aber nicht in Frage, weil er in Fredelsloh seine Familie hat und auch in vielen Vereinen aktiv ist. So spielt er im TSV Fredelsloh Fußball und ist dort im Vorstand als Vize-Schriftführer tätig.

Auch im örtlichen Musikzug ist er im Vorstand als Zweiter Vorsitzender und als Trompeter präsent. Im SPD-Ortsverein ist er als Schriftführer im Vorstand tätig. Außerdem ist er in der Schützengilde aktiver Sportschütze mit Erfolg. So wurde er bereits Jugendkönig.

Eine wichtige Rolle in Dörfern spielen für Hengst die Vereine, weil sie viel Jugendarbeit betreiben. Die Unterstützung des Ehrenamts sei für den Stadt- und Ortsrat eine wichtige Aufgabe, findet Hengst, der auch dazu beitragen will, dass die Vereinsvielfalt erhalten bleibt.

Vereine seien die treibende Kraft in den Orten, da sie nahe am Menschen sind. Wegen seines jungen Alters will Hengst auch Sprachrohr für die Jugend sein. So will er sich dafür einsetzen, dass der Jugendraum in Fredelsloh erhalten bleibt.

Auch sollte es Jugend-Verantwortliche in allen Orten geben, die ein vernünftiges Konzept erarbeiten und mit dem Stadtjugendpfleger zusammenarbeiten.

Generell sollte in jeder Ortschaft erfragt werden, was gemacht werden müsse. „Wichtig dabei ist es, vor Ort zu schauen, was gewünscht wird, und dies sollte dann mit den Vereinen umgesetzt werden“, sagt Hengst. Falsch wäre es, etwas zu bauen, was dann nicht genutzt werde.

Damit die Dörfer wachsen, ist seiner Ansicht nach die Schaffung von Bauplätzen bedeutend. Auch der Bau eines Radwegenetzes im gesamten Moringer Bereich von Behrensen bis Fredelsloh sei wichtig. Wünschenswert sei auch ein Radweg zu angrenzenden Ortschaften wie von Fredelsloh nach Lauenberg oder von Behrensen nach Lütgenrode. (Roland Schrader)

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