„Gans to go“ ist der Renner

Weihnachtsessen aus der Restaurantküche ist gefragt

Sehr gefragt: das Weihnachtsessen zum Mitnehmen, gekocht von Jörg Rüsseler vom Restaurant Rodetal.
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Sehr gefragt: das Weihnachtsessen zum Mitnehmen, gekocht von Jörg Rüsseler vom Restaurant Rodetal.

Weihnachten darf in diesem Jahr nur im engsten Familienkreis gefeiert werden. Ein Besuch im Restaurant ist nicht erlaubt. Um doch ein stressfreies Weihnachtsessen genießen zu können, wird die fertig gebratene Gans samt Beilagen einfach nach Hause geholt.

Landkreis Northeim – Die Gastronomen in der Region sind sehr zufrieden mit der Nachfrage. Die „Gans to go“ ist der Renner, sind sie sich einig. Doch auch die anderen Angebote der Weihnachtskarte sind gut nachgefragt.

„Wir können schon seit Sonntag keine Bestellungen mehr annehmen“, berichtet Beat Jürgens, Hotel und Gasthaus „Zur Schere“ in Northeim.

In Niedersachsen ist es auch erlaubt, dass Hotels Gäste von Verwandtenbesuchen über die Feiertage aufnehmen, eine Bewirtung dieser Gäste darf jedoch laut der neuen Coronaverordnung nur im Zimmer stattfinden.

Die Nachfrage nach Übernachtungen hält sich jedoch in Grenzen. Nur wenige Gäste hätten Übernachtungsmöglichkeiten angefragt, so Jürgens. Nur drei bis vier Zimmer werden über die Feiertage belegt sein.

Auch im Hotel Menzhausen in Uslar gab es nur wenige Anfragen bezüglich Übernachtungen. „Meist waren das Gäste aus dem Ausland, die Verwandte besuchen wollten, die kommen jetzt aber nicht“, so Inhaberin Bettina Mosler.

Gut nachgefragt wurde im Uslarer Hotel das To-go-Angebot an Speisen. „Es war für uns das erste Mal, dass wir das Essen so angeboten haben“, so Mosler. Auch in Uslar ist die „Gans to go“ der Hit. An drei Abholstationen, zeitlich genau getaktet, wird das knusprige Geflügel ausgegeben. Mosler: „So sollte es keine Warteschlangen geben.“ Mittags seien an den Weihnachtstagen die Kapazitäten ausgeschöpft, doch für abends könnten noch Bestellungen angenommen werden. Geplant ist auch schon eine Genussbox, die das Hotel Menzhausen für Silvester anbieten möchte.

„Alle Gänse sind weg“, erklärt auch Jörg Rüsseler, Inhaber des Hotels und Restaurants Rodetal. Neben Gänsebraten mit entsprechenden Beilagen war auch das Damwild von der To-go-Speisekarte sehr gefragt. „Wir sind ausgebucht“, so Rüsseler, zumindest, was die Küche über Weihnachten anbelangt.

Im Hotel sieht es anders aus, da habe es gar keine Anfragen bezüglich Übernachtungen gegeben. Da ist bis zum Jahresanfang kein Betrieb.

Zum Jahreswechsel bietet er eine Fondue-Box zum Mitnehmen an.

Im Hotel und Restaurant Sachsenross wird laut Inhaber Sam Ledderhose über die Feiertage in zwei Küchen gekocht. An der einen Küche kann das Essen abgeholt werden, aus der anderen wird das Essen mit zehn Lieferfahrzeugen ausgeliefert.

Gans wurde schon von der Karte genommen, doch andere Menüs können noch für den 1. Weihnachtag ab 14 Uhr und auch am 2. Weihnachtstag bestellt werden. Silvester plant das Sachenross die normale Abholkarte.

In den Küchen des Sachsenross’ herrscht Hochbetrieb, anders sieht es im Hotel aus. Nur eine Handvoll Gäste wird hier übernachten. Ledderhose: „So leer war es noch nie an Weihnachten.“ (Rosemarie Gerhardy)

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