Viele Regeln beim Besuch im Restaurant

Gastronomen im Kreis Northeim freuen sich: Ab Montag wieder Essen gehen - aber mit Abstand

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Der Abstand muss stimmen: Beat (links) und Till Jürgens beim Messen der Zwischenräume zwischen den Tischen in ihrem Restaurant „Zur Schere“ in Northeim. 

Niedersächsische Gastronomen und Hoteliers atmen auf: Endlich können sie ihre Betriebe wieder öffnen.

Am Montag dürfen unter strengen Auflagen in den Restaurants Gäste bedient werden. Ab 25. Mai, so sieht es der Fahrplan der Lockerungen der Landesregierung vor, sollen auch Hotelübernachtungen wieder möglich sein. Seit dem Shutdown durften nur noch Geschäftsreisende einchecken.

So haben in den vergangenen Tagen auch die Gastronomen in Northeim und Umgebung Tische gerückt, neue Speisekarten gefertigt und sich mit dem umfangreichen Katalog der Handlungsempfehlungen der Dehoga und der Berufsgenossenschaft auseinandergesetzt. Abstands- und Hygieneregelungen sind auch hier oberstes Gebot. 

Wie genau diese in der Praxis ausgestaltet werden sollen, das war am Freitagmorgen noch nicht definitiv geregelt. „Aber selbstverständlich setzen wir alles um, um den Gast und auch die Mitarbeiter zu schützen“, sind sich die Gastronomen einig, denn allen ist sehr daran gelegen, dass ihre Betriebe wieder richtig in Schwung kommen.

Die Gäste scheinen nicht lange warten zu wollen, um wieder in den Genuss der hauseigenen Spezialitäten der Restaurants zu kommen. „Seit es bekannt wurde, dass wir wieder öffnen dürfen, steht das Telefon nicht still“, berichtet Jörg Rüsseler, Inhaber des Hotels und Restaurants Rodetal, dass er schon sehr viele Reservierungen angenommen hat. Es sei zwingend notwendig, zu reservieren, und auch die Daten der Gäste müssten dokumentiert werden, weist er auf die neuen Regelungen hin.

Die Speisekarte hätte er nun auf zwei Seiten gedruckt und abwaschbar eingeschweißt, sodass sie immer desinfiziert werden könne. Außerdem wird es Aufsteller mit QR-Codes geben, damit sich jeder Gast die Speisekarte auf sein Handy laden kann. An Ideen mangelt es den Gastronomen nicht.

„Licht am Ende des Tunnels“ sieht auch Beat Jürgens, Hotel und Gasthaus „Zur Schere“, der sich freut, dass das Restaurant ab Dienstag wieder, wenn auch zunächst noch mit verkürzten Öffnungszeiten, wieder an den Start geht.

 Auch in der Schere wurden in den vergangenen Tagen Tische und Stühle verrückt, damit genügend Abstand zwischen den Gästen bleibt. Die Mitarbeiter wurden informiert, wie der Umgang mit dem Gast zu Corona-Bedingungen laufen kann. Erfreulich sei, dass nun wieder viele Gäste reservieren wollen. Jürgens hofft, dass der Hotelbetrieb langsam wieder anlaufe, wenn es ab 25. Mai geöffnet werden darf. Denn statt einer 70-prozentigen Auslastung, wie sonst um diese Zeit, sei es aktuell nur mit fünf Prozent belegt.

Die Freude, wieder loslegen zu können, ist auch bei Maurizio Testa und seiner Familie groß. Das Testa’s im Northeimer Albert-Schweitzer-Gesundheitszentrum öffnet am Dienstag wieder, das L’Altro Mondo seiner Eltern in der Northeimer Innenstadt schon am Montag.

„Wir wollen, dass sich der Gast sicher fühlt“, betont Mauriozio Testa. Deshalb werden nicht nur die Tische mit Abstand aufgestellt, sondern zusätzlich auch Abtrennungen angebracht. Außerdem werden Getränke, die in kleinen Flaschen angeboten werden können, mit Strohhalm serviert.

Mit dem Außer-Haus-Verkauf haben alle Gastronomen während der Restaurantschließungen sehr gute Erfahrungen gemacht. Aus diesem Grund werden sie das „Essen to go“ beibehalten.

„Wir wollen uns Stück für Stück wieder an die Normalität herantrauen, haben viele Ideen auch für den Service entwickelt“, sagt Philipp Amberg, General Manager der Freigeist Hotels, mit großer Freude in der Stimme. Denn seit die Landesregierung eine Eröffnung in Aussicht gestellt habe, hätte es sehr viel Anfragen nach Reservierungen gegeben.

In Northeim wird das Freigeist-Restaurant ab Samstag, 16. Mai, öffnen, in Göttingen und Einbeck bereits ab Donnerstag. Trotz aller Maßnahmen solle der Wohlfühlcharakter in den Restaurants erhalten bleiben. „Der Gast möchte Spaß haben“, betont Amberg und ist froh, dass man an allen Standorten über viel Platz verfügt.

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