Ampel irritiert Autofahrer

Gefahr an der Haltestelle: Stadt soll Situation entschärfen

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Die Gefahrenstelle soll entschärft werden: Das Bild zeigt Eltern und Kinder aus Imbshausen an der Bushaltestelle mit der Fußgängerampel unmittelbar dahinter.

Imbshausen. Die Stadt Northeim soll dafür sorgen, dass die Schulbushaltestelle an der Ortsdurchfahrt von Imbshausen sicherer wird. Das hat der Ortsrat als Prüfauftrag aufgegeben.

Im Detail geht es laut Ortsbürgermeisterin Else Heidelberg darum, zu verhindern, dass Kinder beim Ein- und Aussteigen durch nachfolgende Autos gefährdet werden. Das passiere zum Beispiel dadurch, dass die Fußgänger-Druckknopfampel gleich neben der Haltestelle Grün zeigt und so Autofahrer animiert, am Bus vorbeizufahren, anstatt an der Haltelinie dahinter zu halten.

Enttäuscht zeigte sich der Ortsrat von der Information der Stadtverwaltung, dass sich die Linienbusgesellschaft RBB nicht bereit zeige, in ihren Busse Funksender mitzuführen, über die die Busfahrer die Ampel aus dem Bus heraus auf Rot schalten können. Diesen Vorschlag hatte die Verwaltung erst kürzlich gemacht.

Als Begründung, so berichtete der städtische Rechtsamtsleiter Heinz-Dieter Wieprecht in der Sitzung, habe RBB betont, dass man den Busfahrern nicht so eine große Verantwortung zumuten wolle, und sie vielleicht auch mal die Signalanforderung vergessen könnten. Außerdem änderten sich die eingesetzten Busse, so dass viele Sender nötig wären.

Wie die Situation anders entschärft werden kann, soll jetzt die Stadtverwaltung prüfen, so Heidelberg. Denkbar sei eine Schlafstellung der Ampel, so dass diese nur nach Anforderung auf Rot schalte. Möglicherweise, sagte Wieprecht der HNA, lasse sich auch etwas durch eine geänderte Fahrbahnkennzeichnung tun.

Radweg nicht vor März 2016

Nichts Neues tut sich derzeit auch in der Frage des schon lange vom Ortsrat gewünschten Radwegebaus von der Abzweigung Denkershausen bis nach Echte. Laut Ortsbürgermeisterin befindet sich die Straßenbauverwaltung immer noch im Ankaufverfahren für die benötigten Grundsstücke. Mit einem Baubeginn könne deswegen nicht vor März 2016 gerechnet werden.

Einig war sich der Ortsrat darüber, für 600 Euro aus seinen Verfügungsmitteln zwei Verkehrsspiegel zu kaufen. Sie sollen an den beiden Verkehrsinseln am Ortseingang aus Richtung Northeim und im Bereich des Pfarrhauses auf Privatgelände aufgestellt werden. Nötig seien die Spiegel, damit die querende Fußgänger in den Kurvenbereichen die gegenseitige Fahrbahn einsehen und so merken können, ob ein Auto herannaht.

Ebenfalls aus Ortschaftsmitteln wird der Ortsrat ein Zweier-Reck mit Leiter und eine Slackline-Balancier-Anlage für den Spielplatz gegenüber dem Gutshof kaufen und aufstellen. Die Kosten betragen 2500 Euro.

Scharfe Messer

Wichtig war dem Ortsrat auch ein Beschluss, dass die etwa 100 Messer vom Besteck im Dorfgemeinschaftshaus geschärft werden. Geschätzte Kosten: 250 Euro.

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