Auto landet in Graben

Gelächter im Dorf: Die Posse mit der Suteroder Straßensperrung

Suterode. Suterode ist durch den Ausbau der Kreisstraße 414 zwischen Katlenburg und Suterode und der Ortsdurchfahrt aktuell nun mal dicht. Aber das wollen einige Verkehrsteilnehmer absolut nicht akzeptieren.

Deshalb kommt es in dem kleinen Katlenburg-Lindauer Dorf immer wieder zu kuriosen Szenen.

Das jüngste Beispiel lieferte jetzt ein Autofahrer, der mit seinem weißen Wagen am Montag am westlichen Ortsausgang Richtung Sudheim die dort stehende Absperrung umfahren wollte. Dumm gelaufen für den Fahrer. Er hatte offensichtlich übersehen, dass sich dort ein Graben befindet und fuhr prompt hinein und blieb darin stecken.

Die Suteroder haben die Szenerie vom ersten Tag der Sperrung an aufmerksam verfolgt. Zunächst haben sie mit Unverständnis und Kopfschütteln reagiert, nach einigen Tagen haben sie sich allerdings nur noch über den Einfallsreichtum so mancher Autofahrer amüsiert.

Die Suteroder ihrerseits waren auch nicht untätig. Nachdem sie gemerkt hatten, dass die aus Sudheim kommenden Autos vor der Absperrung einfach nach links in den Feldweg abgebogen sind, um dann im Bereich Kreuzberg wieder ins Dorf zu gelangen, haben sie dort Autos und landwirtschaftliche Anhänger so positioniert, dass ein Passieren der Strecke nicht mehr möglich war.

Fahrt über den Acker

Doch auch das hat einige Autofahrer nicht abgeschreckt, diesen illegalen Weg zu nutzen. Sie sind einfach über den angrenzenden Acker gefahren, um dieses Hindernis zu umgehen. Hat auch eine zeitlang geklappt, bis die Suteroder ihrerseits wieder aktiv wurden. Die positionierten einen schweren Eichenstamm auf dem Feld und verhinderten damit die Fahrten über den Acker. „Dann war endlich Ruhe“, schmunzelte eine Dorfbewohnerin.

Amüsiert haben sich die Suteroder auch über diese Geschichte: Da fuhr ein Bus aus Suterode Richtung Sudheim, der stoppte vor der Absperrung und heraus sprangen einige junge Kerle. Die räumten nicht nur die Baken an die Seite, sondern auch die mit Kies gefüllten Bigbags und ermöglichten dem Bus so die Durchfahrt. Nach dem Passieren des Fahrzeugs stellten die jungen Männer den Originalzustand wieder her.

Warum einige Autofahrer den Weg von Sudheim kommend trotzdem gewählt hatten, lag wohl auch mit an der Beschilderung. Die war zwar von Katlenburger Seite her eindeutig und verständlich, was die Sperrung der Strecke betrifft, nicht aber von der anderen Seite. Das Schild suggerierte nämlich, dass die Ortschaft Suterode zu erreichen ist und die Sperrung lediglich die Ortsdurchfahrt betrifft, was natürlich nicht zutraf. Schluss war schon 150 Meter vor dem Dorf.

Die Polizeistation in Katlenburg hatte natürlich auch ein Auge auf die Verkehrssituation. „Bei uns hat sich natürlich niemand gemeldet, wenn er seinen Wagen in den Graben gefahren hat wie das Beispiel vom Montag zeigt“, erläutert Polizeioberkommissar Ralf Bertram auf Nachfrage der HNA. „Klar, denn sonst wäre ja ein Bußgeld dazu gekommen!“

Rubriklistenbild: © Foto nh

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.