Amtsgericht Northeim verhängt Bewährungsstrafe

Pflegedienstchef wegen Veruntreuung verurteilt

Statue der Justitia
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Symbolbild

Das Amtsgericht Northeim hat einen früheren Geschäftsführer eines Pflegedienstes aus dem Landkreis Northeim wegen Untreue in 64 Fällen zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Die Strafe sei zur Bewährung ausgesetzt worden, teilte ein Justizsprecher mit.

Northeim – Das Gericht habe es als erwiesen angesehen, dass der 45-Jährige zwischen Anfang 2015 und Mitte 2018 von einem Konto der von ihm geführten Gesellschaft zahlreiche Beträge abgehoben und für sich verwendet hatte. Außerdem habe er seine Ehefrau unrechtmäßig finanziell begünstigt.

Mit diesem Urteil habe das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft entsprochen. Der Angeklagte habe sich in dem Prozess im Wesentlichen geständig gezeigt. Er habe angegeben, dass er irgendwann den Überblick verloren habe. Seit 2016 habe er keinerlei Buchhaltung und Buchführung mehr betrieben.

Inzwischen hat der Angeklagte eine Wiedergutmachung in Höhe von rund 46 000 Euro geleistet. Das Gericht ordnete an, dass auch die restliche Schadenssumme in Höhe von knapp 13 000 Euro von ihm eingezogen werden soll. Als Bewährungsauflage muss er außerdem 600 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen. Da sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung erklärten, dass sie auf Rechtsmittel verzichten würden, ist das Urteil bereits rechtskräftig.

Das Verfahren gegen die Ehefrau des Angeklagten wurde nach Angaben eines Justizsprechers abgetrennt. Da sie ebenfalls unrechtmäßig Gelder kassiert haben soll, sollten von ihr rund 6000 Euro eingezogen werden.   (pid)

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