Fusion: Im Alten Amt werden Signale für Verhandlungen aus Northeim vermisst

Gespräche zuerst mit der Kurstadt

Edgar Martin

Kalefeld/Bad Gandersheim. Nach der Absage des Landes an die Gemeinde Kalefeld an eine Entschuldung ohne Fusion geht es nun in konkrete Gespräche mit Nachbarkommunen. Bürgermeister Edgar Martin (parteilos) kündigte gestern an, dass sich voraussichtlich innerhalb von drei Wochen die Verwaltungsausschüsse von Kalefeld und Bad Gandersheim zu einer gemeinsamen Sitzung treffen werden.

Dabei soll über eine mögliche Fusion der beiden Kommunen gesprochen werden. Allerdings erwarte man zuvor noch Zahlen vom Innenministerium aus Hannover darüber, welche positiven Auswirkungen ein Zusammengehen auf die Finanzkraft der neuen Kommune hätte.

Unterdessen berichtete Bürgermeister Martin, dass zwischen dem Alten Amt und der Roswithastadt der Ausbau der interkommunale Zusammenarbeit überlegt werde. So denke man über eine „Synchronisierung“ der Computersysteme beider Kommunen nach. Eine weitere Überlegung sei, den Internetauftritt für Kalefeld und Bad Gandersheim aus einer Hand gestalten zu lassen.

Als enttäuschend bewertet Martin den Stand der Gespräche mit der Stadt Northeim. „Von dort ist bislang nichts gekommen. Northeim meldet sich nicht“, kritisierte der Kalefelder Verwaltungschef.

Hintergrund für die Gespräche mit Bad Gandersheim ist ein Ratsbeschluss. Darin waren Fusionsgespräche zunächst mit Katlenburg-Lindau, Northeim und schließlich mit Bad Gandersheim festgelegt worden. Katlenburg-Lindau hatte Gespräche abgelehnt. Da aus Northeim nichts komme, suche man nun den Kontakt Richtung Bad Gandersheim, machte Bürgermeister Martin deutlich.

Gesprächen mit Seesen hatte laut Martin das Land eine Absage erteilt, weil eine Fusion über Kreisgrenzen hinweg nicht in Frage komme.

Weichen für Etat

Unterdessen stellten die Mitglieder des Kalefelder Verwaltungsausschusses wichtige Weichen für die Verabschiedung des Haushaltsplanes 2012. Im Ergebnishaushalt, aus dem die laufenden Aufgaben der Gemeinde finanziert werden, stehen Einnahmen von 8,74 Millionen Euro Ausgaben von 8,61 Millionen Euro gegenüber. Der Etat schließt also voraussichtlich mit einem Überschuss von 130 000 Euro. (bsc) Foto: nh

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