Es gibt wieder mehr Imker im Landkreis

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Northeim. Im Landkreis Northeim gibt es wieder mehr Imker. Der Kreisimkerverein zählt 190 Imker mit zusammen 1432 Völkern.

Nachdem es in den vergangenen Jahren einen eher rückläufigen Trend gab und alle Bemühungen gescheitert waren, mehr Menschen für die Imkerei zu begeistern, stimmt die aktuelle Entwicklung nicht nur Klaus Meinshausen, Vorsitzender des Kreisimkervereins, zuversichtlich. Im vergangenen Jahr habe es vier neue Mitglieder gegeben mit insgesamt zwölf Völkern.

Der Erfolg der Öffentlichkeitsarbeit spiegele sich auch in den aktuellen überregionalen Zahlen wider, so Meinshausen. Demnach waren in dem für den Landkreis Northeim zuständigen Landesverband im vergangenen Jahr 6500 Imker mit insgesamt mehr als 47 000 Bienenvölkern registriert. Das ist ein Zuwachs von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Ausschlaggebend für diese Entwicklung ist nach Ansicht Meinshausens die Sensibilisierung der Menschen für die Belange der Bienenhaltung. Allerdings wünscht sich der Vorsitzende des Imkervereins, dass sich in der Bevölkerung die Erkenntnis noch mehr durchsetzt, dass Bienen auch in Hobbygärten auf blühende Wildblumen als Nahrungsquelle angewiesen sind.

„Viele Hobbygärtner jammern im Frühling, dass es nicht genügend Bienen gibt, die ihre Obstbäume bestäuben“, sagt Meinshausen. „Doch wenn die Obstbaumblüte durch ist und die Tiere ihre Arbeit erledigt haben, geraten die Bienen schnell wieder in Vergessenheit.“

Mit Ausnahme der Mitgliederentwicklung sei 2014 aus Sicht der Imker ein problematisches Jahr gewesen, da die Varroa-Milbe, einer der Hauptschädlinge der Bienen, für große Verluste gesorgt habe. Insbesondere vor diesem Hintergrund sei das verstärkte Interesse für die Imkerei erfreulich.

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