Neujahrsempfang von Ortsrat, Vereinen und Kirche - Landeswettbewerb steht ins Haus

Gillersheim setzt auf Sieg

Prost: Ortsbürgermeister Uwe Lebensieg und Pastorin Johanna Hesse (Mitte) begrüßten zusammen mit vielen Gillersheimern im Martin-Luther-Haus das neue Jahr. Foto: Schrader

Gillersheim. Als die „Vater-Unser-Glocke“ in Gillersheim siebenmal ertönte, war es für Helga Deppe das erwartete Zeichen. Geschwind öffnete das Kirchenvorstandsmitglied im Martin-Luther-Haus die Sektflaschen und begann, die Gläser zu füllen. Schließlich sollten die Besucher des Neujahrsempfangs passend begrüßt werden, wenn sie das Gemeindehaus betreten.

Zum zehnten Mal veranstaltete die Kirchengemeinde zusammen mit dem Ortsrat und den Vereinen einen Neujahrsempfang. Dieses Mal kamen rund 80 Gäste im Anschluss an den Gottesdienst, um bei Sekt und von den Vereinen gespendeten Schnittchen zu feiern. „Ich finde es toll, in solch großem Rahmen das neue Jahr zu begrüßen“, sagte Ortsbürgermeister Uwe Lebensieg.

„Wir haben im vergangenen Jahrzehnt immer gemeinsam an einem Strick gezogen und dabei viel erreicht“, meinte Lebensieg. Als Beispiel nannte er die Turnhalle, die nach der Schließung der Schule dem Ort als Sportstätte erhalten bleibe. Die Chancen stünden gut, dass aus dem Restschulgebäude eine Wohnanlage für seelisch-behinderte Menschen entstehe.

Diese Wohnanlage, der Kindergarten, der Verein Treffpunkt und vieles mehr lassen Gillersheim als „soziales Dorf“ dastehen, meinte Lebensieg. Dies alles seien Pluspunkte für den Landesentscheid des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“. Für Mai wird die Bezirkskommission im 1065-Seelen-Dorf erwartet. Lebensieg appellierte an die Einwohner, mitzuhelfen, damit das Dorf gewinnt. „Wir sind nicht ohne Chancen“, sagte der Ortsbürgermeister. Der Termin für ein Vorbereitungstreffen werde noch bekannt gegeben.

Neue Brücke kommt

Lebensieg blickte in seiner Neujahrsansprache auch auf bauliche Aktivitäten. So wurde im vergangenen Jahr der erste Abschnitt der Oberen Straße vorbildhaft saniert. In diesem Jahr werde zum Schutz gegen Hochwasser die Brücke der Emil-Koch-Straße für 240 000 Euro erneuert. Die Kosten teilen sich Gemeinde und Landkreis je zur Hälfte.

Pastorin dankt

Pastorin Johanna Hesse ließ es sich nicht nehmen, ihren Gemeindemitgliedern für ihr Engagement zu danken. Allein durch das freiwillige Kirchgeld der Gillersheimer werde das Luther-Haus unterhalten. Der Kirchenkreis gebe nichts hinzu. Mit den 3000 Euro aus 2009 wurde die Süd-West-Seite gedämmt. Im Frühjahr soll das Dach über dem Eingang erneuert werden. Zwei Jubiläen stehen für die Kirchengemeinde 2010 ins Haus. Die Pastorin blickt auf ihr 25-jähriges Dienstjubiläum zurück und das Pfarrhaus wird 250 Jahre alt. (zsv)

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