Landtagsabgeordneter tritt bei der Wahl im September für FDP und CDU an

Christian Grascha will Landrat des Landkreises Northeim werden

Vorstellung: FDP-Vize-Kreisvorsitzende Dr. Marion Villmar-Doebeling (links) und CDU-Kreisvorsitzende Kerstin Lorentsen präsentierten Christian Grascha als gemeinsamen Landratskandidaten von CDU und FDP.
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Vorstellung: FDP-Vize-Kreisvorsitzende Dr. Marion Villmar-Doebeling (links) und CDU-Kreisvorsitzende Kerstin Lorentsen präsentierten Christian Grascha als gemeinsamen Landratskandidaten von CDU und FDP.

CDU und FDP gehen mit einem gemeinsamen Landratskandidaten in die Kommunalwahl am 12. September. Wie die beiden Parteien am Dienstag bekanntgaben, tritt der Landtagsabgeordnete und FDP-Fraktionsvorsitzende Christian Grascha für die FDP an. Die CDU wird ihn unterstützen.

Northeim / Salzderhelden – „Wir wünschen uns einen politischen Neuanfang für den Landkreis Northeim“, sagte die CDU-Kreisvorsitzende Kerstin Lorentsen am Dienstag in Salzderhelden. Dort, im Wohnort von Grascha, stellten beide Parteien ihren Bewerber vor. In Gesprächen mit den Liberalen sei eine große Schnittmenge bei den politischen Themen deutlich geworden. Dabei nannte sie vor allem die Wirtschaftspolitik und die Schulpolitik.

Das unterstrich auch die stellvertretende FDP-Kreisvorsitzende Dr. Marion Villmar-Doebeling. Der Landratsposten sei eine Schlüsselposition. In den Zeiten der Pandemie hätte sich die FDP von der Amtsinhaberin Astrid Klinkert-Kittel mehr gewünscht als ordentliche Verwaltungsarbeit. „Ich habe einen anderen Anspruch an das Amt“, sagte auch Christian Grascha. Er wolle ein Landrat sein, der gerade auch Krisenzeiten auch die Initiative ergreift und nicht nur auf das wartet, was von höherer Stelle vorgegeben werde.

Die Antwort auf die Frage „Wo steht unser Landkreis im Jahr 2030“ müsse nach seinen Worten nach Überwindung der Corona-Pandemie gefunden werden. Wirtschaftspolitik und -förderung, der Bildungsbereich, das Vorantreiben der Digitalisierung, aber auch Fragen des Klimawandels und der Sicherheit – dabei vor allem die Unterstützung der ehrenamtlichen Feuerwehren und Rettungsdienste – seien für ihn dabei die wichtigsten Themen.

Er sieht sich im Wahlkampf zwar in der Außenseiterrolle, „aber nicht ohne Chancen“. „Ich möchte die Wahl gewinnen“, sagte er.

Die SPD, mit der die FDP im Kreistag in der laufenden Wahlperiode eine Kooperation habe, sei über seine Kandidatur informiert.

Gemeinsam mit den Sozialdemokraten habe man Einiges auf den Weg gebracht. Aber die Wahlperiode gehe zu Ende und mit dem Wahlkampf beginne eine neue Periode. Dass er gemeinsam für FDP und CDU antrete, sei auch ein Signal, dass beide Parteien im künftigen Kreistag die gemeinsamen Positionen zusammen weiter entwickeln wollen.

Dafür, dass die CDU keine eigenen Kandidaten aufbiete, nannte Lorentsen mehrere Gründe. Nachdem Bernd von Garmissen nicht zum dritten Mal bei einem Landratswahlkampf antreten wollte, habe eine Findungskommission sowohl innerhalb der CDU als bei Institutionen und in der Wirtschaft nach möglichen Kandidaten gesucht „und viele Gespräche geführt“. Aber für viele sei das Amt des Landrats nicht sehr erstrebenswert.

Grascha ist 42 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei Töchtern. Er hat seit 13 Jahren ein Mandat im Landtag in Hannover und ist derzeit parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Fraktion. (Olaf Weiss)

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