Schüler der KGS Nörten-Hardenberg zeigen Ausstellung über ein ehemaliges KZ

Das Grauen sichtbar machen

Haben ihre Exkursions-Erfahrungen in einem Schaubild verarbeitet: Die KGS-Schüler Sven Eichmann (16, links), Phillip Hermann (17), Nico Voltmann (16) und Maximilian Picht (16). Foto: Kostudis

Nörten-Hardenberg. „Ich wusste nicht, wie schlimm die Menschen in Buchenwald behandelt wurden, das hat mich sehr berührt.“ Dies ist nur eines der vielen beklemmenden Zitate, die aktuell in einer Ausstellung der Kooperativen Gesamtschule (KGS) in Nörten-Hardenberg zu lesen sind. Die Zeilen stammen von Schülern der Klasse 10R4 und beschreiben die Eindrücke, die die Jugendlichen auf einer Exkursion in das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar im November 2013 gesammelt haben.

Nun werden die Erfahrungen mit den Mitschülern geteilt: Auf Schautafeln zeigen die Jugendlichen aktuelle Aufnahmen des ehemaligen KZs und reflektieren ihre Erlebnisse. „Es reicht nicht, wenn man ein Buch darüber liest, man muss hinfahren“, erklärt Schüler Sven Eichmann. „Die Fahrt hat uns die Augen geöffnet“, so der 16-Jährige bei der gestrigen Ausstellungseröffnung.

„Die Idee für die Exkursion kam von den Schülern selbst“, erzählt die Klassenleiterin der 10R4, Anette Rabiger. Im März werden zwei weitere Klassen nach Buchenwald fahren. Finanzielle Unterstützung für die Reisekosten bekommt die Schule vom Lokalen Aktionsplan Northeim und dem Förderverein der KGS.

Weiterhin will die Schule den Austausch mit der KZ-Gedenkstätte in Moringen intensivieren. Im Juni ist an der KGS zudem eine Projektwoche zum Thema „Ausgrenzung und Fremdenhass“ geplant. Dann will die KGS offiziell zur „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ werden. Den Titel vergibt bundesweit der Verein Aktion Courage. Mindestens 70 Prozent der Schüler müssen sich dafür per Unterschrift verpflichten, gegen Diskriminierung vorgehen zu wollen.  (kos)

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