Zenit der Krankheitsfälle fast erreicht – 120 Fälle im Kreis Northeim

Grippe fordert bisher in Niedersachsen 15 Tote

Foto: dpa

Northeim. Die diesjährige Grippewelle ist eine der stärksten der vergangenen vier Jahre. Darüber sind sich die Experten einig.

Allein in Niedersachsen hat es seit Beginn der Grippesaison Anfang Oktober bereits jetzt schon 15 Grippetote gegeben, fünf mehr als in der gesamten vorigen Saison und neun mehr als vor zwei Jahren. Das teilte das Landes-Gesundheitsamt mit.

Bundesweit scheint der Höhepunkt aber überschritten zu sein, da die Zahl der Neuerkrankungen laut Robert-Koch-Institut seit zwei Wochen spürbar gesunken sind. Vorrangig im Süden der Republik, wo die Grippe in dieser Saison zuerst zugeschlagen hatte, gibt es deutlich weniger Grippefälle als noch vor drei Wochen.

In Niedersachschen allerdings ist das noch nicht der Fall. Hier gab es in der Vorwoche 890 laborbestätigte Neuerkrankungen, noch einmal 60 mehr als in der Woche zuvor.

Seit Beginn der Influenzasaison Anfang Oktober 2016 sind damit in Niedersachsen insgesamt nach Angaben des Landesgesundheitsamts 3950 laborbestätigte echte Grippefälle übermittelt worden. Damit, so Behördensprecher Holger Scharlach, sei bereits jetzt die Gesamtfallzahl der Vorsaison (3871) überschritten. Und die Grippesaison dauert noch bis in den April hinein. Im Kreis Northeim sind bislang in dieser Saison nach Auskunft des Kreis-Gesundheitsamts 120 Grippefälle gemeldet.

Doch auch in Niedersachsen gibt es Hoffnung, der Zenit ist in Sicht. Scharlach: „In den Kitas ist die Zahl kranker Kinder mit Grippe-Symptomen in der vorigen Woche erstmalig gesunken, von fast 17 auf 13,9 Prozent.“

Auch Dr. Christian Steigertahl, Vorsitzender des Northeimer Ärztevereins und Allgemeinarzt in Northeim, berichtet von weniger Neuerkrankungen: „In der vorigen Woche hatten wir 50 Prozent weniger Grippekranke in der Praxis. Allerdings haben die Erkrankten noch länger mit Schlappheit und Husten zu tun.“ Er habe nur noch eine Einweisung in die Klinik veranlassen müssen. Die Wartezimmer seien leerer als vor zwei bis drei Wochen.

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