Die Laienspielgruppe Ascher Bergratten spielt „Kennen Sie Herrn Large Mother?“

Große Mutter ist wachsam

Asche. Ganz Asche ist im Medienfieber, weil Bürgermeister Bernd Schlau eine Wohngemeinschaft ähnlich wie die in der TV-Serie „Big Brother“ aufbauen will. Schließlich soll der Bekanntheitsgrad des Ortes gesteigert werden. Dies geschieht nicht in Wirklichkeit, sondern ist Thema des neuen Stücks der Laienspielgruppe „Die Ascher Bergratten“.

Zwei Stunden lang sorgte die Gruppe für Kurzweil und Humor mit ihrem turbulenten Stück. Gekonnt, fast wie Profis agierten die Darsteller auf den Brettern, auf denen sie seit vorigen Herbst Wolfgang Bräutigams Stück „Kennen Sie Herrn Large Mother?“ eingeübt hatten.

Für viele ist es der Reiz, in andere Rollen zu schlüpfen. Ein wenig Überwindung bedeutete dies jedoch für Karl Krull, der den Bürgermeister Bernd Schlau spielt. Denn Schlau will auch Teilnehmer im Container sein und verkleidet sich deshalb als Frau. Seine Gattin, die als „Large Mother“ über alles wacht, hatte er vorsorglich aus dem zukünftigen Container-Haus ausquartiert.

„Das war ganz schön komisch, in Frauenkleider zu schlüpfen. Zuerst war ich skeptisch“, sagte Schauspieler Krull. Zum Glück überwand er sich, denn er spielte seine Rolle souverän.

Klasse waren auch die übrigen Darsteller. Es sind Anja Schaper (als Brigitte Schlau), Walter Rithmüller (Opa Schlau) Sieghard Bessert (Stadtrat Klaus Stumpf), Gudrun Stutz (Irene Stumpf), Frederik Krull (Manfred Stöckl), Jens Klinge (Küster Dietmar Frohmeier), Bärbel Klinge (Marion Braun), Elke Walter (türkische Reinigungskraft) und Debütantin Franziska Block (Carola Huber). Für die 18-Jährige war es der erste Auftritt bei der Erwachsenen-Gruppe. „Ich hoffe, dass ich nächstes Mal wieder ein Angebot kriege“, sagte Franziska Block, die schon fünfmal bei der Nachwuchsgruppe „Die Zwergratten“ mitgespielt hatte.

Die weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannte Laienspielgruppe spielt nach der Premiere noch viermal vor ausverkauften Reihen im Dorfgemeinschaftshaus.

„Hier kann man wieder richtig lachen“, freute sich der Hardgser Helmut Knoke nach der Premiere. „Es war wieder spitze“, sagte Renate Gerlach aus Üssinghausen, die mit ihrem Freundeskreis „Die Hungrigen“ jedes Jahr zuschaut. Jedes Jahr dabei waren bislang auch Rolf und Inge Lehnhardt. „Das war heute ganz große klasse“, lobte der Sudershäuser, der mit seiner Frau viele Laienspieltheater-Stücke in der Region anschaut. (zsv)

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