Fraktion spricht deutliche Worte: Nur Breite Straße Ost darf geöffnet werden

Grüne wollen keine Autos am Münsterplatz in Northeim

Das Foto zeigt den Münsterplatz in Northeim aus der Luft.
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Der Münsterplatz in Northeim aus der Vogelperspektive.

Die Fraktion der Grünen im Northeimer Stadtrat spricht sich explizit gegen eine Öffnung der Straße Am Münster für den Autoverkehr aus.

Northeim - Die Grünen reagieren damit auf eine Antwort aus dem Northeimer Rathaus auf eine HNA-Anfrage. Darin hatte Bürgermeister Simon Hartmann betont, dass die mit der Umgestaltung des Münsterplatzes beauftragten Planer nun doch so planen sollen, dass eine nachträgliche Öffnung der Straße Am Münster zwischen Bahnhofstraße und Kurzer Straße für Fahrzeugverkehr möglich ist.

Die Grünen hätten einer Ratsvorlage, die der Stadtrat am 9. Juli verabschiedet hatte und in der es hauptsächlich um die Öffnung der Breiten Straße Ost für Autos ging, nur zugestimmt, weil dort festgelegt gewesen sei, dass eine mögliche Öffnung der Straße Am Münster im Zuge des Wettbewerbs abschließend zu klären sei, betont Grünen-Fraktionschef Hans Harer gegenüber der HNA.

Die Grünen hätten das akzeptiert, weil sie davon überzeugt seien, dass Stadtplaner im Jahr 2020 auch für Northeim keine Belebung durch Autoverkehr vorschlagen würden. Harer weiter: „Die nachträgliche Änderung des Wettbewerbsauftrags wurde in einem Kolloquium des Preisgerichts durch Autolobbyisten eingebracht. Da hat sich wohl eine autofreundliche Richtung durchgesetzt. Das bedauern die Grünen, weicht es doch von der Vereinbarung im Rat ab.“

Den Grünen bleibe die Hoffnung, dass die überwiegend jungen Planer der beteiligten Büros fachlich Argumente gegen eine solche rückwärtsgewandte Lösung vorbringen werden, fährt Harer fort.

Als weitere Option bleibe, diese Frage doch noch zum Wahlkampfthema zu machen. Harer: „Wir bleiben bei unserem Standpunkt: Breite Straße West und die Straße Am Münster müssen Fußgängerzone bleiben.“

Im Übrigen hätten die Northeimer Ratsgrünen als einzige Fraktion eine Aussage zum künftigen Verkehr oder Nichtverkehr in der Innenstadt gemacht. Harer abschließend: „Als Friedensangebot hatten wir darin die Öffnung der Breiten Straße Ost akzeptiert, aber mehr auch nicht.“  (Axel Gödecke)

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