Stadtrat soll als Planer aktiv werden

Handelsketten sollen die Northeimer Innenstadt retten

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Gute Ideen sind gefragt: Der Zugang zur Northeimer Fußgängerzone an der Alten Wache.

Northeim. Nur wenn es gelingt, große überregional tätige Handelsketten anzulocken, besteht die Chance, die Innenstadt wieder mit Leben zu füllen.

Davon ist Alexander Rudnick überzeugt, der derzeit im Auftrag der Stadt Northeim zusammen mit seinen Mitarbeitern ein neues City-Management aufbaut (wir berichteten) und die Situation des Einzelhandels untersucht.

Die Zeiten der inhabergeführten Fachgeschäfte sei vorbei und komme auch nicht wieder, betont Rudnick, der in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Planen, Bauen und Umwelt die bisherigen Untersuchungen seines Büros vorstellte. Dabei sei in der Northeimer Innenstadt eine Leerstandsquote von 28 Prozent festgestellt worden, berichtet Rudnick. Dies sei ein besorgniserregender Wert – angesichts der Tatsache, dass Kunden bereits bei einem Leerstand von zehn Prozent den Eindruck hätten, mit einer Stadt gehe es bergab.

Lebensmittelmärkte verschwinden

Als Hauptproblem sehen Rudnick und seine Mitarbeiter, dass insbesondere Geschäfte für die Basisversorgung (zum Beispiel Lebensmittel) immer mehr aus der Innenstadt verschwinden und die bestehenden Ladengrößen für eventuell an einem Standort in der Innenstadt interessierte Ketten zu klein sind. Hier könnte die Zusammenlegung benachbarter Ladenflächen eine Lösung sein, was aber nur zu realisieren sei, wenn es bei Hauseigentümern die Bereitschaft zum Verkaufen gäbe.

Das City-Center sei hingegen als Besuchermagnet zu bewerten, der insbesondere in Richtung Osten, Norden und Nordwesten eine große Ausstrahlungskraft habe. Rudnick appellierte an die Politik, ihre Aufgabe als Planer wahrzunehmen und empfahl, bezüglich der Gestaltung der Innenstadt künftig einstimmige Beschlüsse zu fassen. Zuvor hatte der Ausschuss mit vier Ja-Stimmen und vier Enthaltungen für die Fortschreibung des Einzelhandelskonzeptes gestimmt.

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